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Montag, 27. Dezember 2021

Bilder aus dem Familienalbum "Börner" - E-Mail aus Amerika - Schnappschüsse vom Bensheimer Marktplatz 1980

 Der Bensheimer Marktplatz im Dezember 1980. Die Bilder stammen aus dem Familienalbum Börner und zeigen Schnappschüsse, die einen guten Eindruck des Bensheimer Marktplatzes um die Weihnachtszeit der frühen 1980er Jahre zeigen. Noch sind nicht alle Fachwerkhäuser freigelegt, der Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz ist sehr bescheiden, erfüllt aber seinen Zweck, die Litfaßsäule steht etwas windschief und das heutige Stadtmuseum (damals Stadtbibliothek) bedarf noch der Pflege.

Vielen Dank an Herrn Rochus Börner für die Bilder!

NLFB_BIAB_003.jpg; Nachlass Familie Börner; Bilder vom Bensheimer Marktplatz im Dezember 1980; Bilder digitalisiert: Rochus Börner, Bilder zusammengestellt: Frank-Egon Stoll-Berberich, 2021.

NLFB_BIAB_004.jpg; Nachlass Familie Börner; Bilder vom Bensheimer Marktplatz im Dezember 1980; Bilder digitalisiert: Rochus Börner, Bilder zusammengestellt: Frank-Egon Stoll-Berberich, 2021.

NLFB_BIAB_006.jpg; Nachlass Familie Börner; Bilder vom Bensheimer Marktplatz im Dezember 1980; Bilder digitalisiert: Rochus Börner, Bilder zusammengestellt: Frank-Egon Stoll-Berberich, 2021.

NLFB_BIAB_005.jpg; Nachlass Familie Börner; Bilder vom Bensheimer Marktplatz im Dezember 1980: Bensheimer Stadtbibliothek - heutiges Stadtmuseum - und ehemaligem "Haus am Markt" (abgerissen 2020); Bilder digitalisiert: Rochus Börner, Bilder zusammengestellt: Frank-Egon Stoll-Berberich, 2021.

Standort

Mittwoch, 13. Oktober 2021

Bensheimer Marktplatz - Fachwerkensemble - als Kartonmodell im Maßstab 1:105

Wer nach Bensheim kommt und sich auf den Marktplatz stellt, der sieht die Kirche, den Marktbrunnen und die großen alten Fachwerkhäuser. Aber am augenfälligsten dürften die drei Häuser an der Südseite des Marktplatzes sein, die allesamt 1681 erbaut wurden und bis heute von ihrer Schönheit nichts verloren haben.

Diese kann man nun als Kartonmodell selber bauen und dieses Kleinod zuhause genießen.

Kostenloses Kartonmodell des Fachwerkensembles auf dem Bensheimer Marktplatz im Maßstab 1:105

Kostenloses Kartonmodell des Fachwerkensembles auf dem Bensheimer Marktplatz im Maßstab 1:105

Kostenloses Kartonmodell des Fachwerkensembles auf dem Bensheimer Marktplatz im Maßstab 1:105

Kostenloses Kartonmodell des Fachwerkensembles auf dem Bensheimer Marktplatz im Maßstab 1:105

Freitag, 31. Juli 2020

Der Marktplatz - "Marktplatz 16 - 18" 1972 und 1985

Vielleicht eines der Markenzeichen in Bensheim... Ja, gut... Es gibt die Metzendorff-Villen, es gibt das Winzerfest, das Kirchberghäuschen, aber diese drei kleinen Fachwerkhäuser... die sind schon süß! Und alt, denn die drei Häuser haben rund 340 Jahre auf dem Buckel. Was im Jahre 1972 noch hinter einer dicken Putzschicht verborgen blieb, wurde dank Denkmalschutz und steigender Achtsamkeit freigelegt... So kennen wir die drei Fachwerkhäuser.

Foto: Wahl, Sammlung Klaus Hübner

Foto: Wahl, Sammlung Klaus Hübner

Lage

Samstag, 6. April 2019

Der Bensheimer Marktplatz wie er war und noch ist


Aus aktuellem Anlass - aus Sorge und Begeisterung - heute ein paar Bilder des Bensheimer Marktplatzes, als er noch harmonisch wirkte und den alten Bestand vor dem Krieg aufwies. Selbst den Abrisswahn der 1960er Jahre (Bild 4) hat noch nicht stattgefunden. Genießen Sie die Bilder... wer weiß wie lange dieser teilweise erhaltene Anblick uns noch erfreuen wird...





Dienstag, 30. Januar 2018

Marktplatz - Ecke Hauptstraße: Rettet, was zu retten ist!

Heute drei Ansichtskarten, die zeigen, was schützenswert ist. Denn auch wenn man sich der drohenden Gefahr am Marktplatz bewusst ist, so können diese Ansichtskarten zeigen, was bereits verloren ist und mahnend auf notwendiges Handeln hinweisen.

In der ersten Postkarte von 1904 steht es noch: Das Haus ganz rechts, Ecke Klostergasse... sehen sie es? Verloren!

Ansichtskarte von 1904: Verlag - Gebrüder Metz, Tübingen.

Das Eckhaus (zur Zeit günstiges Bekleidungsgeschäft) und die zwei benachbarten Fachwerkhäuser  (Bioladen und Reisebüro) stehen auch heute noch, aber dann... heute eine Straße, die sehr stark von den Gebäuden der Nachkriegszeit geprägt ist.

Ansichtskarte, gelaufen 1926: Graphische Verlags-Anstalt G.m.b.H. Dresden-Blasewitz

Diese Ansicht lässt bereits den veränderten Baubestand anhand der Giebel erkennen, auch am Kloster ist der Giebel und der Glockenturm anders... 


Ansichtskarte um 1960: Verlag Gebrüder Metz, Tübingen.

Hoffen wir, dass es den verbliebenen alten Häusern Bensheims nicht so geht, wie dem Eckhaus "Marktplatz, Ecke Klostergasse". Hoffen wir, dass Kultur vor Kommerz geht... sonst sehen die Postkarten in ein paar Jahren an dieser Ecke Bensheims noch trauriger aus.
 
Standort

Samstag, 19. März 2016

War früher alles besser? - Wahrheiten im Bilde festgehalten

Wenn man in Erinnerungen schwelgt, dann greift sehr gerne das chinesische Sprichwort: "Vergangenheit malt mit goldenem Pinsel". Auch unser heutiges Bild zeigt, dass damals vieles weitaus unromantischer war, als wir es heute den frisch restaurierten Gebäuden noch entnehmen können. Das Bild zeigt die Ecke Marktplatz, Kapuzinergäßchen, Klostergasse. Neben dem abfallendem Putz, der die feuchten Inneräume nach außen sichtbar macht, zeigt auch der Sonnenschutz erhebliche Verschleisspuren. Nur der Herr im Vordergrund hat vermutlich noch seine besten Jahre vor sich... also damals! 

Marktplatz, Ecke Klostergasse um 1900 Quelle: Stadtarchiv Bensheim Bereich Marktplatz lfd. No. 0001.jpg
Marktplatz, Ecke Klostergasse um 1900 Quelle: Stadtarchiv Bensheim Bereich Marktplatz lfd. No. 0001.jpg



Mittwoch, 4. November 2015

Bensheimer Rathaus und Marktplatz

Das Herz einer Stadt ist der Marktplatz. Hier findet man weltliche und religiöse Gebäude, Handel und Raum für Veranstaltungen jeglicher Art. Dies war und ist auch so in Bensheim. Dass sich diese zentralen Räume auch immer wieder wandeln, lässt sich auch hier feststellen. Meist blieben die Innenstadtbereiche trotz Kriegseinwirkungen in ihren Straßenverläufen gleich, neue Gebäude ersetzten baufällige oder zerstörte Häuser und im Rahmen von Stadtsanierungen, die die von Verkehr geplagten Innenstädte zu Fußgängerzonen wandelten, wurden auch unscheinbare Häuser durch Freilegen des Fachwerks zu wahren Schmuckstückchen. Dass sich diese Veränderungen unterschiedlich bewerten lassen, zeigen die vielen Diskussionen, die bei Veränderungen des "Altbewährten" losbrechen und Interessengruppen aus unterschiedlichen Lagern zu Tage fördern. Soll man Altes bewahren, ist das Neue immer besser, kann man beides kombinieren? Vielleicht können historische Bilder im Vergleich die momentanen Diskussionen zum Thema Neugestaltung des Bensheimer Marktplatzes unterstützen, anstehende Entscheidungen erleichtern und helfen, Chancen zu nutzen und Sünden zu vermeiden.

Das erste Bild stammt von weit vor 1895, denn es sind noch nicht einmal die Bäume gepflanzt, die im zweiten Bild zu erkennen sind. Dieses Bild stammt aus dem Nachlass von Franz Xaver Stoll und befindet sich leider in sehr schlechtem Zustand, die Silberschicht löst sich auf und es dürfte in ein paar Jahren kaum noch etwas von diesem Bild vorhanden sein.

Bensheimer Rathaus vor 1895, Nachlass Franz Xaver Stoll, Bensheim in alten Bildern


Das zweite Bild zeigt den Marktplatz im Jahre 1895, die Front des Bensheimer Rathauses hat noch die klassizistische Fassade des Jahres 1782, die umliegenden Fachwerkhäuser sind verputzt und im Hintergrund sieht man den Turm - es gab nur einen Turm - von St Georg. Der kleinere Turm gehört zum Rathaus.

Der Marktplatz samt Rathaus um 1895, Stadtarchiv Bensheim
Der Marktplatz samt Rathaus um 1895, Stadtarchiv Bensheim


In diesem Bild zeigt sich das Rathaus nur wenige Jahre später. Die Fassade wurde 1904 im Jugendstil neu gestaltet, verantwortlich hierfür war Heinrich Metzendorf.

Bensheimer Marktplatz mit dem 1904 neu gestalteten Rathaus, Quelle: Stadtarchiv Bensheim
Bensheimer Marktplatz mit dem 1904 neu gestalteten Rathaus, Quelle: Stadtarchiv Bensheim


Am 26.03.1945 fiel die Innenstadt einem Bombenangriff zum Opfer und auch das Rathaus wurde zerstört (siehe BA 30.03.2015). Nur die Außenwände blieben erhalten und auch St. Georg wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Nur noch der steinerne Teil des Turmes ist im Bild zu sehen.

Das Rathaus nach dem Krieg,  Quelle: Stadtarchiv Bensheim, digitale Version LAGIS Hessen Bild 198006
Das Rathaus nach dem Krieg,
Quelle: Stadtarchiv Bensheim, digitale Version LAGIS Hessen Bild 198006

Das wahre Ausmaß der Zerstörung ist auf diesem Bild zu erkennen. Das Bild wurde vom zerstörten Turm St. Georgs aufgenommen und zeigt das Rathaus von Osten. Das gesamte Innenleben des Rathauses ist ein Raub der Flammen geworden.

Das zerstörte Rathaus vom ebenfalls zerstörten Turm St Georgs,
Quelle: Stadtarchiv Bensheim, digitale Version LAGIS Hessen 198004

Nach dem Krieg wurden die Schäden und die Trümmer beseitigt. Für das Rathaus kam 1953 das endgültige Aus, es fiel dem spektakulären Einsatz einer Abrissbirne zum Opfer. In Bensheim entstand ein neuer Anblick. Der als Parkplatz genutzte Marktplatz ermöglichte einen direkten Blick auf die "neue" Front St Georgs. Der sogenannte "Münster der Bergstraße" wurde in den Jahren 1949 bis 1952 neu aufgebaut (siehe auch BA 21.01.2015).


Das ist der noch gewohnte Blick auf den Marktplatz in Bensheim. 1978 wurde ein neues, dem Marktplatz angepasstes, Gebäude - das sogenannte Haus am Markt -  an die Stelle des verloren gegangenen Rathauses gesetzt. Ursprünglich stand das Gebäude nur auf Säulen, so das unterhalb des Gebäudes Marktstände, insbesondere Weinstände am Winzerfest, aufgebaut werden konnten. Im Laufe der Zeit wurde dieser Bereich verglast und es entstanden Räume, die für Gastronomiebetriebe genutzt werden konnten. In letzter Zeit wurden Überlegungen angestellt, dass Haus am Markt durch einen neueren Bau zu ersetzen (siehe BA 28.10.2015 und BA 05.11.2015).

Der Bensheimer Marktplatz 2015, Stoll-Berberich
Der Bensheimer Marktplatz 2015