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Mittwoch, 27. August 2025

Der Ritterplatz und die Auerbacher Straße um 1905 - kleine Details

 Mag sein, dass man ähnliche Bilder schon mal gesehen hat, aber meist stimmt der Gesamteindruck, während die Details abweichen. So zeigen sich in diesem Bild wieder kleine Details, die von der Bensheimer Stadtgeschichte und der Region erzählen:

  • Da wäre der Rodensteiner Hof, der damals noch über eine Treppe zur Straßenseite hin verfügte. Im Rahmen des steigenden Verkehrsaufkommens wurde diese bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts entfernt.
  • Da wäre der Schornstein ein paar Häuser weiter, der zur Brauerei Diefenbach gehörte, die ihr Bier unter wunderbaren Kastanien im eigenen Biergarten ausschenkte.
  • Da wären die Gärten an der Auerbacher Straße, die nur wenige Jahre nach der Entstehung dieser Postkarte durch den Bau des Postamtes im Jahre 1908 verschwanden.
  • Da wäre der kaum bewaldete Kirchberg, der einzig und allein dem Weinbau diente.
  • Da wären die Namen des Gasthauses „Weisses Ross“, die Werbung für die „Wergersche Brauerei-Gesellschaft Worms“ und das Herrenatelier ganz am linken Bildrand, die heute kaum einem Bensheimer noch etwas sagen dürften.

Vielleicht wäre da noch mehr zu entdecken, aber das ist Ihre Aufgabe!

BIAB_HRK_AK_Ansichtskarte_Auerbacherstrasse_001.jpg; Sammlung Kühnreich, Bensheim Ansichtskarte, gelaufen 01.08.1905, Verlag: Gebrüder Metz, Tübingen; Die Ansichtskarte zeigt die damalige Auerbacher Straße in Bensheim, heutige Darmstädter Straße vom Ritterplatz in Blickrichtung Norden. Auf der rechten Seiten (Osten) befand / befindet sich der Rodensteiner Hof, der noch über die ursprüngliche Treppe auf der Straßenseite verfügt, die im Rahmen des steigenden Verkehrsaufkommens bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts weichen musste. Links (Westen) befinden sich ein Herrenatelier und daneben das Gasthaus "Weisses Ross" mit einer Werbung für die "Wergersche Brauerei-Gesellschaft Worms". Wenige Häuser weiter, Richtung Norden, erkennt man einen Schornstein, der zur Brauerei Diefenbach gehörte. Unmittelbar neben dem Gasthaus klafft eine Lücke (Gärten), die nur wenige Jahre später (1908) durch den Bau des Postamts geschlossen werden sollte. Auffällig ist auch die spärliche Bepflanzung des Kirchbergs.

Lage

Mittwoch, 14. Juni 2023

Wilhelmstraße... es wächst zusammen, was zusammen gehört

 Wenn schon zwei Ansichtskarten derselben Straße, dann doch einfach mal digital zusammenfügen. Das Ergebnis:



Der Standort

 

Donnerstag, 1. Juni 2023

Wilhelmstraße um 1900 als Lithographie - Teil 2

 BIAB_HRK_AK_Ansichtskarte_Kaiser_Wilhelm_Strasse_002.jpg; Sammlung Kühnreich, Bensheim; Ansichtskarte, Feldpost gelaufen 12.09.1916, Verlag: Graphische Verlagsanstalt G.m.b.H. Dresden-Blasewitz, Adressat: Frau Ida Ahrendt bei Fischer, Berlin-Weißensee, Berliner-Allee; Text: Bin Sonntag Nacht um 11 Uhr hier gut angekommen. Es geht mir bis jetzt noch ganz gut. Mit freundlichem Gruß Heinrich; Links erkennt man die heute noch existierenden Gebäude Wilhelmstraße 49, 47, 45 und 43. Die Weiherstraße ist noch völlig unbebaut und die Freifläche erstreckt sich bis zum bischöflichen Konvikt, dem heutigen Rathaus.; zusammengestellt: Frank-Egon Stoll-Berberich, 2023.

Links erkennt man die heute noch existierenden Gebäude Wilhelmstraße 49, 47, 45 und 43. Die Weiherstraße ist noch völlig unbebaut und die Freifläche erstreckt sich bis zum bischöflichen Konvikt, dem heutigen Rathaus.
Adressat: Frau Ida Ahrendt bei Fischer, Berlin-Weißensee, Berliner-Allee; Text: Bin Sonntag Nacht um 11 Uhr hier gut angekommen. Es geht mir bis jetzt noch ganz gut. Mit freundlichem Gruß Heinrich;

Der Standort

 

Montag, 1. Mai 2023

Wilhelmstraße um 1900 als Lithographie - Teil 1

 Die Kaiser Wilhelm-Straße - also die heutige Wilhelmstraße - in einer Lithographie um 1900. Wäre der vordere Bereich heute nicht bebaut, so könnte man die Wilhelmstraße genauso betrachten... fast, denn auch wenn die Häuser heute noch stehen, so sind es die kleinen baulichen Veränderungen, die den Unterschied machen... Gehen Sie doch mal vorbei...

BIAB_HRK_AK_Ansichtskarte_Kaiser_Wilhelm_Strasse_001.jpg; Sammlung Kühnreich, Bensheim; Ansichtskarte, gelaufen 10.05.1913, Verlag: Originaldruck Reinicke und Rubin, Verlag von Rob. Obst, Buch und Papierhandlung, Bensheim, Adressat: Frau Emilie Gerheim, Frankfurt am Main, Rotschild-Allee 9a; Text: Meine Lieben! Festliche Pfingsten wünschen wir Euch hiermit und grüßen Euch herzlich. Wir hofften, Ihr würdet die lieben Feiertage bei uns verbringen, das Wetter ist doch günstig. Daß es Artur besser geht, ist nur zu wünschen und hofften wir, daß er sich recht bald erholt. Mutter meint, Ihr könntet doch [...] Pfingst [...]. Eure Eltern.; Links erkennt man die heute noch existierenden Gebäude Wilhelmstraße 49, 47, 45 und 43. Die Weiherstraße ist noch völlig unbebaut und die Freifläche erstreckt sich bis zum bischöflichen Konvikt, dem heutigen Rathaus; zusammengestellt: Frank-Egon Stoll-Berberich, 2023.

Der Standort

 

Samstag, 1. April 2023

Auerbacher Straße bzw. heutige Darmstädter Straße 79 bis 69 um 1900 - edler geht es kaum

 Die Auerbacher Straße (heutige Darmstädter Straße) in einer Lithographie von 1900 betrachtet vom Anwesen 94 in Blickrichtung Südost. Die Häuser 79 - 69 kann man auch heute noch betrachten... ach, was... bestaunen und bewundern, allerdings hat die Straße ein wenig an Reiz verloren, nachdem sie in den 1970er Jahren zu einer Verkehrsschneise ausgebaut wurde. Der Baumbestand, der sandige Gehweg und die gepflasterte Straße trugen maßgeblich zur Atmosphäre bei. Aber schon damals zeigen sich die ersten Neuerungen, die vermutlich auch damals auch schon Gegner gehabt haben dürften: Telegraphen- und Strommasten.

Im Hintergrund der Bensheimer Hausberg, der noch weitaus weniger bewaldet und stärker von Weinbergen geprägt war.

BIAB_HRK_AK_Ansichtskarte_Darmstaedter_Strasse_001.jpg; Sammlung Kühnreich, Bensheim; Ansichtskarte, gelaufen 10.08.1911, Verlag: L. Clement, Frankfurt am Main, Adressat: Fräulein Lina Jüllich, Kleberstraße No. 3, Aschaffenburg; Text: Bensheim, den 7.8.1911, Liebes Fräulein! Vielen Dank für Ihr liebes Briefchen, welches uns sehr freute. Wir erwarten Sie nun am 17. und 18 ganz bestimmt, sollte noch was vorkommen, dann werden wir so frei und telegraphieren. Also bis dorthin. Herzliche Grüße Ihre Familie Wagner, Grüße an Fritz und Meta, Bitte schreiben Sie Ihre Ankunft; Links erkennt man die Roonstraße in unbefestigtem Zustand und darauffolgend die heutigen Anwesen Darmstädter Straße 79 bis 69. Die Darmstädter Straße weist noch die sandigen Gehwege auf und die Straße ist geziert von Lindenbäumen und geprägt von Strom- bzw. Telegraphenmasten; zusammengestellt: Frank-Egon Stoll-Berberich, 2023.

Der Standort

 

Samstag, 18. März 2023

Auerbacher Straße und Gymnasium Straße um 1900 in einer Ansichtskarte

 Während man heute einfach auf den Auslöser der Handykamera drückt und sich die Bilder digital in der Cloud speichert, bzw. die Bilder gleich in sozialen Netzwerken teilt oder den Service von Postkartendruckereien in Anspruch nimmt, mussten früher etliche Schritte unternommen werden, um eine Ansichtskarte in Umlauf zu bringen. Kunstvoll gezeichnete und aufwendig kolorierte Lithographien schmückten die Ansichtskarten, die damals nur auf der Bildseite beschriftet werden durften, während die Rückseite der Adresse vorbehalten blieb.

So auch diese wunderbare Ansichtskarte, die 1900 verschickt wurde und die Auerbacher Straße und die Gymnasium Straße zeigt. Die Auerbacher Straße? Die Gymnasium Straße? Ja, lang, lang ist es her, dass diese Straßen den Bensheimern bekannt und zugänglich waren. Während die Auerbacher Straße heute unter dem Namen Darmstädter Straße bekannt ist, ist die Gymnasium Straße... heute nicht mehr existent. Sie verlief südlich des Hauptgebäudes des Bensheimer Gymnasiums entlang, also zwischen dem Anwesen Darmstädter Straße 43 und 45. Das Gebäude im Hintergrund ist das immer noch prachtvoll erhaltene und sehenswerte Anwesen Arnauer Straße 17.

BIAB_HRK_AK_Ansichtskarte_Auerbacher_Strasse_001.jpg; Sammlung Kühnreich, Bensheim; Ansichtskarte, gelaufen 16.11.1900, Verlag: Verlag &Kunst Druck Anstalt Rosenblatt Frankfurt am Main; Ansicht der Auerbacher Straße (seit 1908 Darmstädter Straße), Blickrichtung Süden auf Höhe Villa Irene (heutige Darmstädter Straße 38), kleineres Bild zeigt den Bensheimer Hausberg "Kirchberg" und das Anwesen "Arnauer Straße 17", welches über die damals noch existierende "Gymnasium Straße" erreicht werden konnte.  Diese Straße führte am Hauptgebäude des Gymnasiums und dem Anwesen "Lorenz-Klein" (heutige Darmstädter Straße 43) vorbei.; Bensheim in alten Bildern - https://altesbensheim.blogspot.com - Bensheim Auerbacherstraße (heutige Darmstädter Straße) und Gymnasium-Straße um 1900 - http://maps.google.com/?q=49.68708081336164,8.6214081917886 ;zusammengestellt: Frank-Egon Stoll-Berberich, 2023.

Standort (Hauptmotiv)

 

Sonntag, 25. Juli 2021

Der Mespelbrunner Hof 1905 - Kartonmodell im Maßstab 1:120

 Drucken Sie den Download (PDF - ca. 25MB) auf 120g DINA4 Papier und folgen Sie der Videoanleitung und schon haben Sie ein Stück Bensheim... in kleinem Maßstab... immerhin.

Das Modell kann in zwei Varianten gebaut werden: Eine historisch korrekte Variante, die auf der Ost-Seite das Krüppelwalmdach und uaf der West-Seite den mächtigen Giebel besitzt (Variante 1) oder eine Variante, die als Modell auf Modelleisenbahnanlagen frei aufgestellt werden kann (Variante 2).

Variante 1 - historisch korrekt

Kostenloses Kartonmodell des Mespelbrunner Hofs in Bensheim an der Bergstraße, Südhessen, Zustand 1905.

Kostenloses Kartonmodell des Mespelbrunner Hofs in Bensheim an der Bergstraße, Südhessen, Zustand 1905.

Kostenloses Kartonmodell des Mespelbrunner Hofs in Bensheim an der Bergstraße, Südhessen, Zustand 1905.

Kostenloses Kartonmodell des Mespelbrunner Hofs in Bensheim an der Bergstraße, Südhessen, Zustand 1905.

Download und Anleitung

Samstag, 29. Mai 2021

Bensheimer Hauptstraße, Ecke Schlinkengasse - Bildvergleich 1905 - 2021

Ein Bildvergleich zwischen den Jahren 1905 und 2021. Der vielleicht prachtvollste Fachwerkbau - der Mespelbrunner Hof - steht im Jahre 1905 in voller Schönheit auf der Ecke Hauptstraße - Schlinkengasse. Das Gebäude übersteht den Zweiten Weltkrieg, aber nicht den Modernisierungswahn der 1950er Jahre. Er wird unter fadenscheinigen Gründen abgerissen.

Lage 

Donnerstag, 13. Mai 2021

Der Mespelbrunner Hof und die Bensheimer Hauptstraße 1905 - 1911 - 1950

Jetzt tauchen Sie einmal ganz in das alte Bensheim ein. Drei Bilder, die die Hauptstraße noch in ihrer ganzen Urigkeit zeigen. Während das erste Bild "nur" den Mespelbrunner Hof in seiner Pracht 1905 nach dem Wiederaufbau und der Entfernung der Erker zeigt, lassen sich auf den beiden anderen Bilder auch Eindrücke der Hauptstraße gewinnen, die heute so nicht mehr zu finden sind. Achten Sie einmal auf die alten Gebäude, die alten Namen der Geschäfte: "Colonialwaren Heinrich Fleck, Seifengeschäft Marquart und Kaffee Geschäft Gebrüder Kayser". Sehen Sie den Schutzmann mit Pickelhaube im Gespräch mit Bensheimer Pennälern? Na, dann gehen Sie doch einmal auf die Suche....

 

BIAB_Stadtarchiv_Bensheim_Hauptstrasse_Mespelbrunner_Hof_001.jpg;  Quelle: Stadtarchiv Bensheim; Die Bensheimer Hauptstraße Richtung Norden um das Jahr 1905. Links Bauarbeiten an der Kanalisation bzw. dem Gebäude Hauptstraße 21 an der Ecke Schlinkengasse. Direkt angrenzend ein prachtvolles Fachwerkhaus, das wenige Jahre nach Entstehung dieses Fotos abgerissen wurde, der Mespelbrunner Hof (Hauptstraße 19, Siegfried Haas, ab 1938 Heinrich Müller). Dahinter folgen Fachwerkhäuser, die in den 1910er Jahren abgerissen wurden und durch ein von Heinrich Metzendorf entworfenes Gebäude (Kaufhaus Heinrich Müller) ersetzt wurde. Der Mespelbrunner Hof wird auf diesem Bild bereits als Geschäftshaus genutzt, Teile des gemauerten  Erdgeschosses wurden durch Metallstützen bereits ersetzt, um so große Fensterflächen zu ermöglichen. Spätere Bilder zeigen, dass der Geschäftsmann Siegfried Haas auch eine Fensterfront zur Schlinkengasse bauen ließ. Das Bild zeigt das Gebäude in einem noch sehr gepflegten Bauzustand, spätere Bilder zeigen den sukzessiven Zerfall. Zudem ist aufgrund der fehlenden neuen Bebauung auf der linken Seite, fast die gesamte Südseite (Schlinkengasse) des Hofes zu sehen. Digitalisierung: Stadtarchiv Bensheim, Zusammenstellung: Frank-Egon Stoll-Berberich 2021.
Bild 1: Mespelbrunner Hof um 1905

Die Bensheimer Hauptstraße Richtung Norden um das Jahr 1905. Links Bauarbeiten an der Kanalisation bzw. dem Gebäude Hauptstraße 21 an der Ecke Schlinkengasse. Direkt angrenzend ein prachtvolles Fachwerkhaus, das wenige Jahre nach Entstehung dieses Fotos abgerissen wurde, der Mespelbrunner Hof (Hauptstraße 19, Siegfried Haas, ab 1938 Heinrich Müller). Dahinter folgen Fachwerkhäuser, die in den 1910er Jahren abgerissen wurden und durch ein von Heinrich Metzendorf entworfenes Gebäude (Kaufhaus Heinrich Müller) ersetzt wurde. Der Mespelbrunner Hof wird auf diesem Bild bereits als Geschäftshaus genutzt, Teile des gemauerten  Erdgeschosses wurden durch Metallstützen bereits ersetzt, um so große Fensterflächen zu ermöglichen. Spätere Bilder zeigen, dass der Geschäftsmann Siegfried Haas auch eine Fensterfront zur Schlinkengasse bauen ließ. Das Bild zeigt das Gebäude in einem noch sehr gepflegten Bauzustand, spätere Bilder zeigen den sukzessiven Zerfall. Zudem ist aufgrund der fehlenden neuen Bebauung auf der linken Seite, fast die gesamte Südseite (Schlinkengasse) des Hofes zu sehen. 

 

BIAB_Stadtarchiv_Bensheim_Hauptstrasse_Mespelbrunner_Hof_002.jpg; Quelle: Stadtarchiv Bensheim; Die Bensheimer Hauptstraße Richtung Süden im Jahre 1911. Im Hintergrund die Häuser am Marktplatz mit dem Haus Fleck (Colonialwaren Heinrich Fleck (Delicatessen und Südfrüchte)) und links daneben ein Herrenausstatter (Gewänder nach Maass). Auf der rechten Seite der Mespelbrunner Hof mit ausgefahrenen Markisen und dem bereits durch Metallstützen geöffnete  Erdgeschoss für die großen Schaufenster. Spätere Bilder zeigen, dass der Geschäftsmann Siegfried Haas auch eine Fensterfront zur Schlinkengasse bauen ließ. Die Häuserzeile am rechten Bildrand (Metzgerei A. Fan[…], Kaffee-Geschäft Gebr. Kayser und das Seifengeschäft Marquart) bis zum Mespelbrunner Hof wird in wenigen Jahren durch einen Neubau, entworfen durch Heinrich Metzendorf, ersetzt. Dieses neue Gebäude beherbergte das Kaufhaus Heinrich Müller.
Bild 2

Die Bensheimer Hauptstraße Richtung Süden im Jahre 1911. Im Hintergrund die Häuser am Marktplatz mit dem Haus Fleck (Colonialwaren Heinrich Fleck (Delicatessen und Südfrüchte)) und links daneben ein Herrenausstatter (Gewänder nach Maass). Auf der rechten Seite der Mespelbrunner Hof mit ausgefahrenen Markisen und dem bereits durch Metallstützen geöffnete  Erdgeschoss für die großen Schaufenster. Spätere Bilder zeigen, dass der Geschäftsmann Siegfried Haas auch eine Fensterfront zur Schlinkengasse bauen ließ. Die Häuserzeile am rechten Bildrand (Metzgerei A. Fan[…], Kaffee-Geschäft Gebr. Kayser und das Seifengeschäft Marquart) bis zum Mespelbrunner Hof wird in wenigen Jahren durch einen Neubau, entworfen durch Heinrich Metzendorf, ersetzt. Dieses neue Gebäude beherbergte das Kaufhaus Heinrich Müller. 


BIAB_Stadtarchiv_Bensheim_Hauptstrasse_Mespelbrunner_Hof_003.jpg;  Quelle: Stadtarchiv Bensheim; Die Bensheimer Hauptstraße Richtung Norden im Jahre 1950. Links befindet sich das Geschäft Kaiser's (Hauptstraße 21) dahinter der Zugang zur Schlinkengasse. Direkt angrenzend ein prachtvolles Fachwerkhaus, das wenige Jahre nach Entstehung dieses Fotos abgerissen wurde, der Mespelbrunner Hof (Hauptstraße 19, hier Kaufhaus Müller, ehem. Siegfried Haas)). Dahinter folgt das von Heinrich Metzendorf entworfene und in den 1910er Jahren erbaute Stammhaus des Kaufhaus Heinrich Müller und im weiteren Verlauf der Hauptstraße (ab dem Willys Jeep) die Nachkriegsbauten (Sportgeschäft Klingler) bis zum Ritterplatz. Auf der rechten Seite am oberen Bildrand  sieht man die Balken für den Neubau Hauptstraße 34. Digitalisierung: Stadtarchiv Bensheim, Zusammenstellung: Frank-Egon Stoll-Berberich 2021.
Bild 3

Die Bensheimer Hauptstraße Richtung Norden im Jahre 1950. Links befindet sich das Geschäft Kaiser's (Hauptstraße 21) dahinter der Zugang zur Schlinkengasse. Direkt angrenzend ein prachtvolles Fachwerkhaus, das wenige Jahre nach Entstehung dieses Fotos abgerissen wurde, der Mespelbrunner Hof (Hauptstraße 19, hier Kaufhaus Müller, ehem. Siegfried Haas)). Dahinter folgt das von Heinrich Metzendorf entworfene und in den 1910er Jahren erbaute Stammhaus des Kaufhaus Heinrich Müller und im weiteren Verlauf der Hauptstraße (ab dem Willys Jeep) die Nachkriegsbauten (Sportgeschäft Klingler) bis zum Ritterplatz. Auf der rechten Seite am oberen Bildrand  sieht man die Balken für den Neubau Hauptstraße 34.

Papiermodell vom Mespelbrunner Hof - demnächst

Für alle Freunde des Modellbaus und historischer Gebäude soll der "Mespelbrunner Hof" als Papiermodell demnächst erscheinen... Lassen Sie sich überraschen...

Vielen Dank an Dieter Ehret, der auf de Suche nach weiteren Bildern für das Modellbauprojekt diese Bilder organisierte.

Lage

Freitag, 11. Dezember 2020

Bahnhofstraße - Kaiser-Wilhelm Anlage und Gasthof Germania 1907

Wie idyllisch, wie romantisch, wie... weg! Manchmal sagt ein Bild mehr als tausend Worte. In diesem Falle stimmt das in doppelter Hinsicht, denn was soll man in Anbetracht der heutigen Situation an gleicher Stelle noch viel sagen. Der Text der Feldpostkarte ist auch eher bescheiden... "Danke für Deine Karte... erhältst Du meine Karten... Bis bald... Gruß"


 Lage

Freitag, 4. Dezember 2020

Das Amtsgericht von 1902 - Wilhelmstrasse 26

Das Amtsgericht in der Wilhelmstraße 26 wird demnächst 120 Jahre alt... es steht noch immer, ist immer noch ein Gericht, es war zwischenzeitlich an das Gefängnisgericht angeschlossen, welches 1980 mitsamt der Gefängnismauern abgerissen worden ist, und es sieht immer noch prachtvoll aus. Der Baumbestand ist gewachsen, das verändert die Ansicht heute nochmals und im Hintergrund sehen sie nichts... Da war Bensheim zu Ende, da kamen die Gärten und Felder... Ein richtiges Kleinstadtidyll.
 
Ein herzliches Dankeschön an Herrn Kühnreich für diese zwei Bilder.



 

Lage

Donnerstag, 26. Dezember 2019

Historisches Foto als Basis für ein Kartonmodell - Das Bensheimer Kirchberghäuschen im Maßstab 1:100

Das bekannte und beliebte Ausflugslokal auf dem Bensheimer Hausberg - dem Kirchberg - kann als Kartonmodell heruntergeladen werden und mithilfe eines Bauanleitungsvideos gebaut werden. Das Einzige, was Sie brauchen, sind 4 Bögen 120g DIN A4 Papier und einen guten Farbdrucker. Dann kann es losgehen.

Bauen Sie entweder die geplante aber nie umgesetzte Entwurfsvariante aus dem Jahr 1845 oder eine Szenerie aus dem Jahre 1906, die das Gebäude mit bemaltem Fries und illustrer Besuchergruppe zeigt.
Viel Spaß beim Bau...

Variante 1845




Variante 1906 mit Besuchergruppe







Lage

Samstag, 6. April 2019

Der Bensheimer Marktplatz wie er war und noch ist


Aus aktuellem Anlass - aus Sorge und Begeisterung - heute ein paar Bilder des Bensheimer Marktplatzes, als er noch harmonisch wirkte und den alten Bestand vor dem Krieg aufwies. Selbst den Abrisswahn der 1960er Jahre (Bild 4) hat noch nicht stattgefunden. Genießen Sie die Bilder... wer weiß wie lange dieser teilweise erhaltene Anblick uns noch erfreuen wird...





Sonntag, 22. April 2018

Bildvergleich - Der Bahnhof und der Bahnhofsvorplatz 1908 und 2018

Heute wieder einmal ein Bildvergleich, der zeigt wie sehr sich Bensheim in 100 Jahren verändert hat. Die gemütliche Idylle des Bahnhofs und des Bahnhofsvorplatzes ist der grauen Tristesse einer gepflasterten und asphaltierten Städtebaumode der 1980er Jahre gewichen. 

Vom Grün des Parks, von der Ruhe der Anlage fehlt heute jede Spur. Selbst der Weg zu Bahnhof - früher ungefährlich und beschaulich - ist nicht mehr möglich. Ein Zaun inmitten der B3 schützt unvorsichtige Bahn- und Busreisende vor dem Überqueren der Verkehrsschneise.

Auch das Bahnhofsgebäude wurde im Bereich der Eingangstüren und Nebengebäude umgestaltet. Die Anhebung der Bahntrasse erst gar nicht zu erwähnen. Nichts bleibt, wie es ist.


Dienstag, 30. Januar 2018

Marktplatz - Ecke Hauptstraße: Rettet, was zu retten ist!

Heute drei Ansichtskarten, die zeigen, was schützenswert ist. Denn auch wenn man sich der drohenden Gefahr am Marktplatz bewusst ist, so können diese Ansichtskarten zeigen, was bereits verloren ist und mahnend auf notwendiges Handeln hinweisen.

In der ersten Postkarte von 1904 steht es noch: Das Haus ganz rechts, Ecke Klostergasse... sehen sie es? Verloren!

Ansichtskarte von 1904: Verlag - Gebrüder Metz, Tübingen.

Das Eckhaus (zur Zeit günstiges Bekleidungsgeschäft) und die zwei benachbarten Fachwerkhäuser  (Bioladen und Reisebüro) stehen auch heute noch, aber dann... heute eine Straße, die sehr stark von den Gebäuden der Nachkriegszeit geprägt ist.

Ansichtskarte, gelaufen 1926: Graphische Verlags-Anstalt G.m.b.H. Dresden-Blasewitz

Diese Ansicht lässt bereits den veränderten Baubestand anhand der Giebel erkennen, auch am Kloster ist der Giebel und der Glockenturm anders... 


Ansichtskarte um 1960: Verlag Gebrüder Metz, Tübingen.

Hoffen wir, dass es den verbliebenen alten Häusern Bensheims nicht so geht, wie dem Eckhaus "Marktplatz, Ecke Klostergasse". Hoffen wir, dass Kultur vor Kommerz geht... sonst sehen die Postkarten in ein paar Jahren an dieser Ecke Bensheims noch trauriger aus.
 
Standort

Freitag, 14. Juli 2017

Bahnhofsvorplatz, Bahnhof und Denkmal... vor 110 Jahren

Nicht mehr viel von übrig, vom einstigen Highlight des modernen Bensheims.

Ein Bahnhof war ein "must-have" für jede moderne Stadt, eine Bahnhofsstraße war ein Aushängeschild und es gab Städte, da wurden eisenbahnnahe Grundstücke hoch gehandelt, wollte man doch schließlich als betuchter Bürger am Geschehen der Zeit dran sein.

Eine solche Errungenschaft braucht ein repräsentatives Gebäude, welches von einer Grünanlage entsprechender Größe und Wirkung umgeben ist und die Möglichkeit des Flanierens und Ausruhens.

1845 für die Main-Neckar Bahn erbaut und der größte dieser Eisenbahnlinie ist er ein Denkmal, welches allerdings optisch an Bedeutung verloren hat. Die Grünanlage suchen Sie heute auch vergeblich, das Kaiser-Wilhelm Denkmal steht heute in Auerbach und das 1922 gegenüber dem Kaiser-Denkmal aufgestellte Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs wurde auf den Bensheimer Friedhof verlegt. Der Wasserturm, später sogar noch vergrößert, fehlt heute auch... aber der Bahnhof, der Bahnhof, der steht noch... Glück gehabt. Ach ja...die Gleise, die Gleise verliefen ebenerdig! Wie praktisch... Keine Unterführungen, die düster und unangenehm sind... good old days!

Verlag: Kunstanstalt Lautz und Balzar, Darmstadt.

Verlag: L. Klement Frankfurt a. M. 2.

Verlag: keine Angaben vorhanden



Sonntag, 18. Juni 2017

Hauptstraße um 1900 - die alte Kirche, die alten Häuser...

... und die alten Geschäfte:
  • vorne links: Brot- und Feinbäckerei
  • hinten rechts: Tabak und Cigarren - Jean [?]
  • dahinter: Mehl und Kleie Landesprodukte
Verlag: Lehrmittelanstalt J. Ehrhardt und Co., Bensheim.
Vielen Dank an Herrn Kühnreich für diese schöne Ansichtskarte!

Freitag, 27. Januar 2017

Das Bensheimer Kirchberghäuschen - Eine Attraktion seit 1857

Ob die verantwortlichen Herren Krauß, Taupel, Baron von der Rodenstein, Hainz und Werle überhaupt eine Ahnung hatten, welchen "Kracher" sie mit ihrer Entscheidung im Jahre 1840 gelandet hatten, als sie sich zum Bau eines den Bensheimer Kirchberg krönenden Tempels entschlossen.

Lange wurde gebaut, von 1849 bis 1857, bis das Kleinod festlich eingeweiht werden konnte, wobei der ursprüngliche Plan, der eigentlich noch einen imposanten Turm vorsah (die Kosten und Dauer des Projektes machten allerdings einen Strich durch die Rechnung) nicht umgesetzt wurde. 

Nachdem der Kirchberg mit ausgebauten Wanderwegen erschlossen worden war, wurde das kleine Häuschen in rund 220 Metern Höhe ein echtes Bensheimer Wahrzeichen. Auf den heute gezeigten Bildern erkennt man sehr gut noch:
  • die vielen kleinen Details an der Fassade, die heute so nicht mehr zu finden sind, 
  • das Fehlen von Bäumen und Sträuchern, die den Blick auf das Kirchberghäuschen aus ganz Bensheim ermöglichte und natürlich
  • den noch nicht erstellten Anbau, der ein weiterer Beweis für die Attarktivität des Kirchberghäuschens ist.
Und alle, die jetzt Lust bekommen haben, dieses Kleinod bei Bergsträßer Wein und guter Hausmannskost zu genießen, hier nochmals der Hinweis: Ist die Fahne zu sehen, ist das Kirchberghäuschen offen... Viel Spaß!


Bensheim in alten Bildern - Das Kirchberghäuschen um 1900

Bensheim in alten Bildern - Das Kirchberghäuschen um 1930

Bensheim in alten Bildern - Das Kirchberghäuschen um 1930

Sonntag, 2. Oktober 2016

Bildvergleich - Damals und Heute - Pensionat Wehrfritz 1900 - 2016

Hurra! Dora Hösch und Valeska Debus melden sich aus dem Mädchenpensionat Wehrfritz aus Bensheim. Allerdings bereits im Mai 1900!

Die heutige Ansichtskarte des Mädchenpensionats Wehrfritz aus der Rodensteinstraße zeigt neben einer Frontalansicht des Hauses auch eine Ansicht der sich im Garten aufhaltenden Fräuleins.
Wer allerdings versuchen sollte, dass heute hier gezeigte Motiv im Stadtbild wieder zu finden, der muss enttäuscht werden, denn es existiert nicht mehr. 

Die Lücke wird heute ausgefüllt vom neuen Haupteingang des Heilig-Geist Hospitals.

Vielen Dank an Herrn Kühnreich für die heutige Postkarte.

Pensionat Wehrfritz, Ansichtskarte, gelaufen 05.05.1900, Adressat: Fräulein Elisabeth Friedrich, Undenheim, Rheinhessen; Text: [...] herzliche Grüße aus meinem neuen Heim sendet Dir Deine Marie. Warum hast Du noch nicht geschrieben? Ich erwarte ganz bald einen Brief. Dora Hösch, Valeska Debus; Sammlung Kühnreich

Donnerstag, 15. September 2016

Untere Hauptstraße um die Jahrhundertwende

Wieder ein altes Bild aus der Zeit der Jahrhundertwende, wieder die Hauptstraße, wieder ein Aufmarsch. Wieder die Frage nach dem Anlass?
Wo genau wurde das Bild geschossen (Straße / Hausnummer)?
Was könnte der Anlaß sein?
Erkennen Sie jemanden?

Aber erst einmal ein ganz dickes Dankeschön an Herrn Woißyk für ein weiteres Bild, welches unsere Homepage schmückt.

BIAB D_02_0007.jpg Untere Hauptstraße, Jahrhundertwende, Unbekannter Anlaß einer Veranstaltung, Bild von Ferdinand Woißyk
BIAB D_02_0007.jpg Untere Hauptstraße, Jahrhundertwende, Bild von Ferdinand Woißyk