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Mittwoch, 18. Oktober 2023

Bensheimer Hauptstraße um 1900... Was macht das Hochrad am Giebel des Hauses?

 Ein bekannter Anblick und ein häufig wiederkehrendes Motiv, wenn es um die Hauptstraße in Bensheim geht. In der heutigen Ansicht, aus der Sammlung von Herrn Kühnreich, sieht man die alte Stadtkirche mit ihrem Turm (nur einer!), die Fachwerkhäuser der Hauptstraße mit verputztem Fachwerk, man sieht... hey... Moment... Ein Hochrad am Giebel des Hauses auf der rechten Seite. Kein Lastenaufzug... Ein Hochrad! Jetzt sind Sie dran! Was macht es da oben?

Bensheim in alten Bildern - BIAB_HRK_0016.jpg; Sammlung Kühnreich, Bensheim; Die Bensheimer Hauptstraße um 1900; handkolorierte Ansichtskarte Kunstverlags-Anstalt Dietze, Darmstadt;  gelaufen: 19. September 1904. Die Hauptstraße in Blickrichtung Marktplatz (Norden). Im Hintergrund die alte Stadtkirche St. Georg mit dem ursprünglich einzelnen Turm. Auf der rechten Seite erkennt man an einem Giebel ein Hochrad, welches aus Werbezwecken oder zur Verbringung in den Dachspeicher hinaufgezogen wurde. Digitalisiert: Kühnreich, zusammengestellt: Stoll-Berberich 2023.

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Samstag, 29. Mai 2021

Bensheimer Hauptstraße, Ecke Schlinkengasse - Bildvergleich 1905 - 2021

Ein Bildvergleich zwischen den Jahren 1905 und 2021. Der vielleicht prachtvollste Fachwerkbau - der Mespelbrunner Hof - steht im Jahre 1905 in voller Schönheit auf der Ecke Hauptstraße - Schlinkengasse. Das Gebäude übersteht den Zweiten Weltkrieg, aber nicht den Modernisierungswahn der 1950er Jahre. Er wird unter fadenscheinigen Gründen abgerissen.

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Donnerstag, 13. Mai 2021

Der Mespelbrunner Hof und die Bensheimer Hauptstraße 1905 - 1911 - 1950

Jetzt tauchen Sie einmal ganz in das alte Bensheim ein. Drei Bilder, die die Hauptstraße noch in ihrer ganzen Urigkeit zeigen. Während das erste Bild "nur" den Mespelbrunner Hof in seiner Pracht 1905 nach dem Wiederaufbau und der Entfernung der Erker zeigt, lassen sich auf den beiden anderen Bilder auch Eindrücke der Hauptstraße gewinnen, die heute so nicht mehr zu finden sind. Achten Sie einmal auf die alten Gebäude, die alten Namen der Geschäfte: "Colonialwaren Heinrich Fleck, Seifengeschäft Marquart und Kaffee Geschäft Gebrüder Kayser". Sehen Sie den Schutzmann mit Pickelhaube im Gespräch mit Bensheimer Pennälern? Na, dann gehen Sie doch einmal auf die Suche....

 

BIAB_Stadtarchiv_Bensheim_Hauptstrasse_Mespelbrunner_Hof_001.jpg;  Quelle: Stadtarchiv Bensheim; Die Bensheimer Hauptstraße Richtung Norden um das Jahr 1905. Links Bauarbeiten an der Kanalisation bzw. dem Gebäude Hauptstraße 21 an der Ecke Schlinkengasse. Direkt angrenzend ein prachtvolles Fachwerkhaus, das wenige Jahre nach Entstehung dieses Fotos abgerissen wurde, der Mespelbrunner Hof (Hauptstraße 19, Siegfried Haas, ab 1938 Heinrich Müller). Dahinter folgen Fachwerkhäuser, die in den 1910er Jahren abgerissen wurden und durch ein von Heinrich Metzendorf entworfenes Gebäude (Kaufhaus Heinrich Müller) ersetzt wurde. Der Mespelbrunner Hof wird auf diesem Bild bereits als Geschäftshaus genutzt, Teile des gemauerten  Erdgeschosses wurden durch Metallstützen bereits ersetzt, um so große Fensterflächen zu ermöglichen. Spätere Bilder zeigen, dass der Geschäftsmann Siegfried Haas auch eine Fensterfront zur Schlinkengasse bauen ließ. Das Bild zeigt das Gebäude in einem noch sehr gepflegten Bauzustand, spätere Bilder zeigen den sukzessiven Zerfall. Zudem ist aufgrund der fehlenden neuen Bebauung auf der linken Seite, fast die gesamte Südseite (Schlinkengasse) des Hofes zu sehen. Digitalisierung: Stadtarchiv Bensheim, Zusammenstellung: Frank-Egon Stoll-Berberich 2021.
Bild 1: Mespelbrunner Hof um 1905

Die Bensheimer Hauptstraße Richtung Norden um das Jahr 1905. Links Bauarbeiten an der Kanalisation bzw. dem Gebäude Hauptstraße 21 an der Ecke Schlinkengasse. Direkt angrenzend ein prachtvolles Fachwerkhaus, das wenige Jahre nach Entstehung dieses Fotos abgerissen wurde, der Mespelbrunner Hof (Hauptstraße 19, Siegfried Haas, ab 1938 Heinrich Müller). Dahinter folgen Fachwerkhäuser, die in den 1910er Jahren abgerissen wurden und durch ein von Heinrich Metzendorf entworfenes Gebäude (Kaufhaus Heinrich Müller) ersetzt wurde. Der Mespelbrunner Hof wird auf diesem Bild bereits als Geschäftshaus genutzt, Teile des gemauerten  Erdgeschosses wurden durch Metallstützen bereits ersetzt, um so große Fensterflächen zu ermöglichen. Spätere Bilder zeigen, dass der Geschäftsmann Siegfried Haas auch eine Fensterfront zur Schlinkengasse bauen ließ. Das Bild zeigt das Gebäude in einem noch sehr gepflegten Bauzustand, spätere Bilder zeigen den sukzessiven Zerfall. Zudem ist aufgrund der fehlenden neuen Bebauung auf der linken Seite, fast die gesamte Südseite (Schlinkengasse) des Hofes zu sehen. 

 

BIAB_Stadtarchiv_Bensheim_Hauptstrasse_Mespelbrunner_Hof_002.jpg; Quelle: Stadtarchiv Bensheim; Die Bensheimer Hauptstraße Richtung Süden im Jahre 1911. Im Hintergrund die Häuser am Marktplatz mit dem Haus Fleck (Colonialwaren Heinrich Fleck (Delicatessen und Südfrüchte)) und links daneben ein Herrenausstatter (Gewänder nach Maass). Auf der rechten Seite der Mespelbrunner Hof mit ausgefahrenen Markisen und dem bereits durch Metallstützen geöffnete  Erdgeschoss für die großen Schaufenster. Spätere Bilder zeigen, dass der Geschäftsmann Siegfried Haas auch eine Fensterfront zur Schlinkengasse bauen ließ. Die Häuserzeile am rechten Bildrand (Metzgerei A. Fan[…], Kaffee-Geschäft Gebr. Kayser und das Seifengeschäft Marquart) bis zum Mespelbrunner Hof wird in wenigen Jahren durch einen Neubau, entworfen durch Heinrich Metzendorf, ersetzt. Dieses neue Gebäude beherbergte das Kaufhaus Heinrich Müller.
Bild 2

Die Bensheimer Hauptstraße Richtung Süden im Jahre 1911. Im Hintergrund die Häuser am Marktplatz mit dem Haus Fleck (Colonialwaren Heinrich Fleck (Delicatessen und Südfrüchte)) und links daneben ein Herrenausstatter (Gewänder nach Maass). Auf der rechten Seite der Mespelbrunner Hof mit ausgefahrenen Markisen und dem bereits durch Metallstützen geöffnete  Erdgeschoss für die großen Schaufenster. Spätere Bilder zeigen, dass der Geschäftsmann Siegfried Haas auch eine Fensterfront zur Schlinkengasse bauen ließ. Die Häuserzeile am rechten Bildrand (Metzgerei A. Fan[…], Kaffee-Geschäft Gebr. Kayser und das Seifengeschäft Marquart) bis zum Mespelbrunner Hof wird in wenigen Jahren durch einen Neubau, entworfen durch Heinrich Metzendorf, ersetzt. Dieses neue Gebäude beherbergte das Kaufhaus Heinrich Müller. 


BIAB_Stadtarchiv_Bensheim_Hauptstrasse_Mespelbrunner_Hof_003.jpg;  Quelle: Stadtarchiv Bensheim; Die Bensheimer Hauptstraße Richtung Norden im Jahre 1950. Links befindet sich das Geschäft Kaiser's (Hauptstraße 21) dahinter der Zugang zur Schlinkengasse. Direkt angrenzend ein prachtvolles Fachwerkhaus, das wenige Jahre nach Entstehung dieses Fotos abgerissen wurde, der Mespelbrunner Hof (Hauptstraße 19, hier Kaufhaus Müller, ehem. Siegfried Haas)). Dahinter folgt das von Heinrich Metzendorf entworfene und in den 1910er Jahren erbaute Stammhaus des Kaufhaus Heinrich Müller und im weiteren Verlauf der Hauptstraße (ab dem Willys Jeep) die Nachkriegsbauten (Sportgeschäft Klingler) bis zum Ritterplatz. Auf der rechten Seite am oberen Bildrand  sieht man die Balken für den Neubau Hauptstraße 34. Digitalisierung: Stadtarchiv Bensheim, Zusammenstellung: Frank-Egon Stoll-Berberich 2021.
Bild 3

Die Bensheimer Hauptstraße Richtung Norden im Jahre 1950. Links befindet sich das Geschäft Kaiser's (Hauptstraße 21) dahinter der Zugang zur Schlinkengasse. Direkt angrenzend ein prachtvolles Fachwerkhaus, das wenige Jahre nach Entstehung dieses Fotos abgerissen wurde, der Mespelbrunner Hof (Hauptstraße 19, hier Kaufhaus Müller, ehem. Siegfried Haas)). Dahinter folgt das von Heinrich Metzendorf entworfene und in den 1910er Jahren erbaute Stammhaus des Kaufhaus Heinrich Müller und im weiteren Verlauf der Hauptstraße (ab dem Willys Jeep) die Nachkriegsbauten (Sportgeschäft Klingler) bis zum Ritterplatz. Auf der rechten Seite am oberen Bildrand  sieht man die Balken für den Neubau Hauptstraße 34.

Papiermodell vom Mespelbrunner Hof - demnächst

Für alle Freunde des Modellbaus und historischer Gebäude soll der "Mespelbrunner Hof" als Papiermodell demnächst erscheinen... Lassen Sie sich überraschen...

Vielen Dank an Dieter Ehret, der auf de Suche nach weiteren Bildern für das Modellbauprojekt diese Bilder organisierte.

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Freitag, 11. September 2020

Bensheimer Haupstraße - Winternacht 1971

Warum geht man heute - gerade im Zeitalter der digitalen Fotografie - nicht einfach mal durch Bensheim und fotografiert. In 50 Jahren wären dies bestimmt Leckerbissen. So auch diese Aufnahme von Herrn Wahl aus Seeheim, der im Jahre 1971 einfach mal nachts auf den Auslöser drückte und die Hauptstraße (noch keine Fußgängerzone) ablichtete... Schön!


Nachtaufnahme Bensheim, Hauptstraße, Blickrichtung vom Hospitalbrunnen auf St. Georg, 1971.
Foto: Wahl, Sammlung: Klaus Hübner

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Freitag, 28. August 2020

Hauptstraße und Gerbergasse 1970er... noch mit Ampel und Straße

Einfach nur weil es ein schönes Bild ist und es neben vielen Details auch einige wichtige Unterschiede zu heute gibt.... Autos und Ampeln... die Häuser Gerbergasse 9 und 13 stehen noch, heute fügen sich hier moderne, aber angepasste Häuser ins Straßenbild ein...

Was heute kaum noch vorstellbar ist - nämlich die Dominanz des Straßenverkehrs - war noch Mitte der 1970 bis in die 1980er Jahre ganz normal. Gott sei Dank wurden viele Innenstädte in Europa vom Verkehr befreit und anstelle von Ampeln und Fahrbahnen stehen hier heute Spielgeräte auf Spielplätzen und Restaurants und Cafés können Gäste in der Fußgängerzone bewirten.
 
BIAB_KH_Wahl_007; Quelle - Fotografie: Wahl, Sammlung: Klaus Hübner; Hospitalkirche und Gerbergasse, Bensheim, Mitte 1970er Jahre, Der Blick in die Gerbergasse zeigt noch die alten Häuser "Gerbergasse 13", heutiges Geschäft "Obstgarten", die "Gerbergasse 9" sowie die Ampelanlage an der Mathildenstraße; digitalisiert und zusammengestellt: Frank-Egon Stoll-Berberich 2021.
 
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Samstag, 2. Februar 2019

Hauptstraße Blickrichtung Hospitalkirche - "Interaktive Karte"

In diesem Beitrag soll versucht werden, eine typische Ansichtskarte aus dem Jahren vor dem Ersten Weltkrieg ein wenig "interaktiver" zu gestalten. Neben dem ohnehin beeindruckenden Motiv, ermöglicht diese Karte ein "Draufklicken" auf die verschiedenen Gebäude (mit rotem Rahmen) und so einen Link zu weiteren Karten, die die entsprechenden Gebäude zeigen.

Aber nun zurück zu der hier gezeigten Karte. Sie zeigt die Hauptstraße vor dem Ersten Weltkrieg in Blickrichtung "Hospitalkirche" und eine junge Dame vermerkt auf der Vorderseite, dass sie nun ganz frisch in Bensheim wohnt, nämlich in der Wohnung oberhalb des Verlagshauses Berger... dem Bergsträßer Anzeigeblatt.

Das Original - mit interaktiven Links
Brunnen Berger Haeuserlinks Hospitalplatz

Die interaktive Karte - Veranschaulichung
Brunnen Berger Haeuserlinks Hospitalplatz

Das Original - Anklicken zum Vergrößern (wie bisher)

Dienstag, 30. Januar 2018

Marktplatz - Ecke Hauptstraße: Rettet, was zu retten ist!

Heute drei Ansichtskarten, die zeigen, was schützenswert ist. Denn auch wenn man sich der drohenden Gefahr am Marktplatz bewusst ist, so können diese Ansichtskarten zeigen, was bereits verloren ist und mahnend auf notwendiges Handeln hinweisen.

In der ersten Postkarte von 1904 steht es noch: Das Haus ganz rechts, Ecke Klostergasse... sehen sie es? Verloren!

Ansichtskarte von 1904: Verlag - Gebrüder Metz, Tübingen.

Das Eckhaus (zur Zeit günstiges Bekleidungsgeschäft) und die zwei benachbarten Fachwerkhäuser  (Bioladen und Reisebüro) stehen auch heute noch, aber dann... heute eine Straße, die sehr stark von den Gebäuden der Nachkriegszeit geprägt ist.

Ansichtskarte, gelaufen 1926: Graphische Verlags-Anstalt G.m.b.H. Dresden-Blasewitz

Diese Ansicht lässt bereits den veränderten Baubestand anhand der Giebel erkennen, auch am Kloster ist der Giebel und der Glockenturm anders... 


Ansichtskarte um 1960: Verlag Gebrüder Metz, Tübingen.

Hoffen wir, dass es den verbliebenen alten Häusern Bensheims nicht so geht, wie dem Eckhaus "Marktplatz, Ecke Klostergasse". Hoffen wir, dass Kultur vor Kommerz geht... sonst sehen die Postkarten in ein paar Jahren an dieser Ecke Bensheims noch trauriger aus.
 
Standort

Sonntag, 18. Juni 2017

Hauptstraße um 1900 - die alte Kirche, die alten Häuser...

... und die alten Geschäfte:
  • vorne links: Brot- und Feinbäckerei
  • hinten rechts: Tabak und Cigarren - Jean [?]
  • dahinter: Mehl und Kleie Landesprodukte
Verlag: Lehrmittelanstalt J. Ehrhardt und Co., Bensheim.
Vielen Dank an Herrn Kühnreich für diese schöne Ansichtskarte!

Freitag, 9. Juni 2017

Restaurant "Zur Bretzel" - Hauptstraße 53 - 1950er/1960er Jahre

Heute zwei Bilder, die in Bezug auf ihre Entstehung nicht unterschiedlicher sein könnten. Während das eine Foto als reiner Schnappschuss zu werten ist, der das Restaurant (Nr. 53) und das Nachbarhaus (Nr. 55) in der Hauptstraße zeigt, ist die zweite Aufnahme eine professionelle Ablichtung der Innenräume des Restaurants "Zur Bretzel".

Was heute an der Stelle des alten Fachwerkhauses steht... reden wir nicht drüber!

Wer noch weiter in der Zeit zurückreisen möchte, der sollte sich die bereits veröffentlichten Bilder der Hauptstraße 55 anschauen.




Das obere Bild stammt von Horst Kremsler und das untere Bild von Roman Friedl. Vielen Dank dafür!


Freitag, 28. April 2017

Blick auf den Hospitalbrunnen und das Krankenhaus - Ansichtskarte aus den 1950er Jahren

Blick auf das Hospital und den Hospitalbrunnen Mitte der 1950er Jahre.

Eine Ansichtskarte des Gebrüder Metz Verlages zeigt die alte Straßenführung und die Gestaltung rund um den Hospitalbrunnen in den 1950er Jahren. Ein Gogomobil, ein Käfer und ein Ford parken um den Brunnen, der von einem Baum flankiert wird.
Im Hintergrund ist das alte Krankenhaus zu erkennen, noch ohne Erweiterungen.

Interessant ist in diesem Zusammenhang die Geschichte des Metz Verlages. Nachdem aufgrund fehlender Nachfrage in den 1980er Jahren das Geschäft aufgegeben werden musste, gelangten über 390.000 historische Aufnahmen in den Besitz eines staatlichen Archivs... vermutlich ein unerschöpflicher Quell an tollen Aufnahmen, vielleicht auch noch von Bensheim.

Ein herzliches Dankeschön an Rudolf Wolf, der uns diese Karte zur Verfügung gestellt hat.


Donnerstag, 20. April 2017

Puzzle - Hauptstraße 1970er - Bensheim - Stadt der Blüten und des Weines

444 Teile hat das Puzzle, welches in den späten 1970er Jahren bei der Zweipunkt Verlags KG aus Neu Isenburg unter der Bestellnummer 8164 erhältlich war und die neue Fußgängerzone, eingeweiht im Juni 1975, in der Hauptstraße inklusive Hospitalbrunnen zeigt. 

Das Bild zeigt bereits die Schuh-Box, also den Zweckbau aus Beton, der die ehemaligen Fachwerkhäuser ersetzte. Das Spielwarengeschäft Jäger, Betten Schmeidel, Die Hasenschänke, Radio Müller, Café... ach wie hieß es doch gleich... Der dürftige Besatz an Bäumen ermöglicht noch den tiefen Blick in die Straße.

Siehe auch Vergleichsbilder - Die Hauptstraße aus zwei Richtungen

Leider fehlen dem Puzzle 8 Teile, aber es macht immer noch Spaß, es zusammen zu setzen.



Freitag, 7. April 2017

Hauptstraße um 1960 zwischen Augartenstraße und Hospitalbrunnen aus zwei Blickrichtungen

Heute einmal dieselbe Straße aus zwei verschiedenen Blickrichtungen. Die Hauptstraße, wenn auch nicht zur selben Zeit, aber dafür noch mit der ursprünglichen Bebauung.

Das erste Foto erfolgte vom Hospitalbrunnen aus und zeigt die alten Fachwerkhäuser an der Hauptstraße, die damals noch befahrbar war und keinen Baumbestand aufwies.

Die zweite Ansicht erfolgte aus einem der Häuser aus der Erbacherstraße - ein vermutlich sehr seltenes Motiv - und zeigt ebenfalls den noch alten Gebäudebestand, lange bevor ganze Ensembles abgerissen wurden und Betonbauten die Straßenfront veränderten. Auch die Front des Kaufhaus Ganz ist noch nicht dem Neubau bzw. der Neugestaltung gewichen.

Ein Dankeschön für die Bilder, die noch von dem Aktionstag im April letzten Jahres stammen, geht an Herrn Fendrich (Bild Augartenstraße) und Familie Diehl (Bild Brunnen).

Ein weiteres Dankeschön für einen kleinen Hinweis von Frau Hess über facebook, die den Standort des Fotografen bestimmen konnte: Zahnarztpraxis Schmitt-Gerke.






Donnerstag, 9. Februar 2017

Bensheimer Nähschule um 1925

Das heutige Bild zeigt eine Klasse der Nähschule um 1925. Leider ist nur eine Dame auf dem Bild bekannt, nämlich die Dame ganz vorne. 

Anna Maria Zehnbauer besuchte, wie auch zuvor ihre Schwester Elisabeth, die Bensheimer Nähschule, die damals in der Hauptstraße 81 untergebracht war. Während von der einen Schwester nur noch das Bild aus der Ausbildungszeit existiert, liegen von Elisabeth Zehnbauer etliche Dokumente vor.

So existiert heute noch das Ausbildungsheft (PDF 27 MB) , welches in Bleistift verfasst, sowohl die handwerklichen als auch kaufmännischen Aspekte des Schneiderberufes umfasst. Zudem liegen der Lehr-Vertrag zum Damenmacherkleider-Handwerk (PDF 4 MB) mit der Schneiderei Heeb, die Einladung zur Überreichung des Gesellenbriefes im Deutschen Haus und die Urkunde zur Gesellenprüfung vor.






Wussten Sie, dass eine Damenbluse (für Frau Schmidt aus Bensheim) im Jahre 1925 insgesamt 24 Mark und 77 Pfennige kostete, dass insgesamt 9 Arbeitsstunden für die Fertigung angesetzt wurden und Frau Schmidt insgesamt dreimal zur Anprobe bestellt wurde. Die Materialkosten schlugen mit 15 Mark zu Buche, der Arbeitslohn mit 4,50 Mark.
Wir sprechen also von einem Arbeitslohn von 0,50 Pfennig!


Die feierliche Gesellenbriefüberreichung erfolgte am Sonntag 3. Mai 1925 um 2 Uhr im Deutschen Haus, die auch eine Besichtigung der Gesellenstücke in der städtischen Turnhalle (Anlage (heute: Beauner-Platz)) beinhaltete. Entscheidend ist dabei der Vermerk: "Ihre Gesellenstücke und Arbeitsproben (soweit ausstellungsfähig) haben Sie am Samstag, den 2. Mai in der städtischen Turnhalle zu Bensheim (Anlage) abzuliefern".



Donnerstag, 1. Dezember 2016

Bildvergleich - Damals und Heute - Die Mittelbrücke - 1922-2016

Heute ein gewohntes Bild als Bildvergleich: 

Die Bensheimer Mittelbrücke: als Ersatz für die durch ein Feuer zerstörte Holzbrücke 1733 in Stein erbaute Brücke über den Winkelbach.

1747 spendierte das Ehepaar Ernsperger die uns heute so vertrauten Heiligenfiguren - Johannes von Nepomuk auf der linken Seite unseres heutigen Bildes und ihm gegenüber Franz Xaver, allerdings stehen die echten Herren heute woanders, wir sehen nur noch Kopien.

Interessant sind die kleinen aber feinen Unterschiede an den beiden Häusern auf der rechten Seite. Achten Sie einmal auf die Balkone des zweiten Hauses.



Verlag Postkarte: Graphische Verlagsanstalt GmbH Dresden-Blasewitz

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Donnerstag, 15. September 2016

Untere Hauptstraße um die Jahrhundertwende

Wieder ein altes Bild aus der Zeit der Jahrhundertwende, wieder die Hauptstraße, wieder ein Aufmarsch. Wieder die Frage nach dem Anlass?
Wo genau wurde das Bild geschossen (Straße / Hausnummer)?
Was könnte der Anlaß sein?
Erkennen Sie jemanden?

Aber erst einmal ein ganz dickes Dankeschön an Herrn Woißyk für ein weiteres Bild, welches unsere Homepage schmückt.

BIAB D_02_0007.jpg Untere Hauptstraße, Jahrhundertwende, Unbekannter Anlaß einer Veranstaltung, Bild von Ferdinand Woißyk
BIAB D_02_0007.jpg Untere Hauptstraße, Jahrhundertwende, Bild von Ferdinand Woißyk

Freitag, 26. August 2016

Winzerfestumzug September 1929 - Obere Hauptstraße

Heute folgen drei Bilder, die in der Oberen Hauptstraße entstanden sind, die auf der Rückseite handschriftlich mit dem Vermerk "September 1925" beschriftet wurden, die aufgrund der Aufnahmeposition vermutlich von Ferdinand Schmidt (Hofphotograph, Hauptstraße 6, Bensheim) geschossen wurden und die angeblich 1925 entstanden sein sollen. Aber was war denn 1925 der Anlass zu so einem Ereignis? Jetzt aber erst einmal die Details:

Man erkennt auf einem der Bilder die Aufschrift: "Gott segne das ehrbare Handwerk" auf einem weiteren Bild erkennt man weiß gekleidete Mädchen, die Banner mit Aufschriften wie "Eintracht und Liebe" oder "Frohsinn und Scherz" tragen. Definitiv ein gemischter und wohlorganisierter Umzug, die Fahnen in den Farben rot und weiß zieren die Gebäude... im Hintergrund sehen wir übrigens das Haus Darmstädter Straße 4 mit dem Schriftzug "Gasthaus" "Weisses Ross"... Aber 1925... wohl ein Irrtum, denn:

In einem Buch des ehemaligen Stadtarchivars Blüm „Aus der Geschichte der Stadt Bensheim 1918 bis 1932“ taucht ein Bild auf, welches einen klaren Hinweis auf dieselbe Bilderserie gibt... Die Dame im Regenmantel! Sie taucht sowohl im Fotoalbum als auch im Buch auf, also stammen die Bilder vom Winzerfestumzug 1929... Es sei denn.... Es sei denn die Dame hat sich zwischen 1925 und 1929 nicht von der Stelle bewegt... Aber so etwas gibt es ja nicht... Außer vielleicht in Heppenheim, aber das ist ein ganz anderes Problem ;-) 

NLEZ_FA_001 Bensheim, Obere Hauptstraße, Winzerfestumzug September 1929, Nachlass Elisabeth Zehnbauer, Stoll-Berberich 2024

NLEZ_FA_002 Bensheim, Obere Hauptstraße, Winzerfestumzug September 1929, Nachlass Elisabeth Zehnbauer, Stoll-Berberich 2024
 
NLEZ_FA_003 Bensheim, Obere Hauptstraße, Winzerfestumzug September 1929, Nachlass Elisabeth Zehnbauer, Stoll-Berberich 2024


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Mittwoch, 10. August 2016

Bildvergleich - Damals und Heute - Hauptstraße 70

Das alte Bild wurde bereits hier veröffentlicht und das neue Bild... kennt jeder, der mit offenen Augen durch die Bensheimer Hauptstraße läuft.
Leider ließ sich die genaue Perspektive nicht erreichen, da Bäume nun die Innenstadt zieren, die es damals nicht gab. Trotzdem ist ein Vergleich möglich.

Hauptstraße 70, 1926, Bild zur Verfügung gestellt von Peter Christ, Bensheim Hauptstraße 70, 2016, Stoll-Berberich 2016

Freitag, 22. Juli 2016

Trinkt Bergsträßer Wein - Kauft bei Müller ein - Gut und Billig - Gut zieht an

Wenn man heute Werbung schaut, dann stecken dahinter meist große Summen Geld, werden Kundenanalysen betrieben und Experten diskutieren über Farben, Symbole und Wirkung.
Gut, es gibt auch heute noch Firmen, die ihren eigenen Chef mit schwäbischen Akzent die Radiowerbung "schwätze lasset", um den Markennamen des Müslis der Kundschaft ins Gedächtnis zu rufen, oder Chefs, die im Anzug durch die Fabrikhalle laufen und eine Affe die Moderation übernimmt. 
Auch das Kaufhaus Müller scheint einfache Wege gegangen zu sein, denn der Werbespruch der zum Winzerfest 1932 am Balkon des Geschäftes in der Hauptstraße zu sehen ist, ist einprägsam und schlicht:

Trinkt Bergsträßer Wein - Kauft bei Müller ein

oder 

Gut zieht an

oder 

Gut und Billig

Nachlass Joseph Stoll - Album 3 Winzerfest Bild 129

Dienstag, 5. Juli 2016

Bildvergleich - Damals und Heute Hauptstraße 41

Auch heute wieder ein bekanntes Bild, nämlich die Hauptstraße 41. Früher das Haus Olff, heute ein Bekleidungsfachgeschäft. Die Perspektive stimmt fast... besser ging es nicht. Sorry!

Donnerstag, 30. Juni 2016

Kalbs- und Schweinemetzgerei Johann Adam Zehnbauer - Hauptstraße 86 - Postkarte 1913

Heute sehen wir wieder eine wunderbare Postkarte aus der Sammlung von Herrn Kühnreich, die uns die Metzgerei Zehnbauer in der Hauptstraße 86 zeigt. Der stolze Besitzer steht vor der Tür seines Hauses, welches heute nicht mehr existiert. Dafür existiert aber ein Feldpostbrief aus dem Jahre 1917, den der Bruder des Metzgers - Jean Zehnbauer - von der Westfront aus Beselare ihm sandte. 

BIAB_HRK_0249 Kalbs- und Schweinemetzgerei Johann Adam Zehnbauer, Hauptstraße 86, Bensheim 1913, Postkarte, Sammlung Kühnreich


Hier muss ich einmal ein paar persönliche Worte anbringen, etwas, was ich vermeiden wollte, da ich diese Seite rein informativ halten wollte. Als Kind wurde ich öfters von meiner Großmutter, wenn ich sie einmal für ein paar Tage in Bensheim besuchte, zu einer Metzgerei geschickt, die etwas abseits lag. Ich konnte weder mit dem Namen etwas anfangen, geschweige denn mit der Notwendigkeit unbedingt diese Metzgerei aufsuchen zu müssen. Im Laufe der Jahre wurde mir klar, dass die zwei Damen, die hinter dem Tresen standen, in irgendeiner Form verwandt sein mussten und erst auf Nachfrage erläuterte man mir - meine Großmutter war bereits verstorben - dass dieser Verwandschaftsteil zum "Metzgerzweig" der Familie gehörte und einst eine Metzgerei in der Hauptstraße gehabt hatte. Allerdings gab es diese Metzgerei nicht mehr, auch kein Nachfolgebetrieb, zudem war das Haus abgerissen worden.

Als ich nun mit Herrn Kühnreich die Bilder sichtete, sprang mir die oben gezeigte Postkarte sofort ins Auge. Es war das erste Mal, dass ich die besagte Metzgerei im Bilde sah und es dämmerte mir, dass ich einst eine Feldpostkarte in Händen hielt, die als Adresse nur den Namen, die Stadt und das Wort Metzgerei führte. 

Es war der Bruder Johann Heinrich Zehnbauer (09.02.1882 - 21.11.1953) des auf dem Bild zu erkennenden Metzgermeisters Johann Adam Zehnbauer (17.04.1883 - 06.10.1952), der 1917 in der Nähe von Ypern eingesetzt war und - gerade wohl ein Paket Fleischwaren des Bruders erhalten habend - sich bedanken aber gleichzeitig die traumatischen Erlebnisse an der Front berichten wollte und den unten gezeigten Feldpostbrief am 21.08.1917 an die Metzgerei schickte.