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Freitag, 7. Juli 2017

Der Bensheimer Nordosten in Ansichtskarten - ein Rucksack voller Geld, alles voller Weinberge, gute und billige Übernachtungen

Heute einmal vier verschiedene Ansichten – genauer gesagt Teilansichten – von Bensheim. Eine gern gewählte Perspektive, die auch schon in anderen Beiträgen so oder so ähnlich gezeigt wurde. 

Achten Sie einmal auf den Hintergrund, die Weinberge, die heute vollkommen bewaldet sind. Die alte Kirche...

Die erste Karte, vielmehr der Text, deutet auf den provinziellen Charakters Bensheim hin, denn Andreas schreibt an einen gewissen Johann Speicher, Derlerstraße 66 in Püttlingen (Saar):
„09.09.1923, 10 Uhr vormittags; Wir haben hier gut, fein & sehr billig übernachtet. Wir kommen gerade aus der Kirche. Hier bekommen wir kein Francs gewechselt. Aber jetzt geht’s nach Heidelberg, da ist was zu machen & zwar mit dem schnellsten Zuge. Ich habe noch kein Stück von meinem Brote abgeschnitten. Gruß Andreas / Gruß Peter - Andi hat den halben Rucksack voll Geld.“
Verlag: C.S.H.


Ein Komplott, ein Verbrechen? 

Den halben Rucksack voller Geld? 

Francs in Deutschland umtauschen?


Nein, kein Verbrechen! Wir schreiben das Jahr 1923 und die Weltwirtschaftskrise hat Deutschland erfasst. Die Hyperinflation greift um sich. „Immer schneller verzehnfachte sich die Abwertung gegenüber dem US-Dollar, bis schließlich im November 1923 der Kurs für 1 US-Dollar 4,2 Billionen Mark entsprach. Die Hyperinflation sorgte für einen Zusammenbruch der deutschen Wirtschaft und des Bankensystems. Zwei komplette Auflagen von 1000 Mark- und 5000 Mark-Banknoten konnten Anfang 1923 nicht mehr in Umlauf gebracht werden, sie mussten Ende 1923 mit „1 Milliarde“ und „500 Milliarde“-Aufdrucken verwendet werden.“

Und warum Francs tauschen? Das Saarland war seit 1920 unter französischer Verwaltung… so wollte es der Völkerbund.

Die zweite Karte, die zeitlich - vom Absender und aufgrund der Darstellungstechnik - früher einzuordnen ist, zeigt eine romantisierende Darstellung Bensheims. Der südlichere Teil fehlt, man sieht nur den Turm der evangelischen Kirche und den des Rodensteiner Hofes. Die Titulierung "Bensheimer Nordosten" ist aufgrund der Größe Bensheims und der dargestellten Bereiche auch nicht ganz korrekt: Wir sehen den Norden Bensheims!

Die Karte wurde von einem gewissen Musketier (ein Dienstgrad in der preußischen Armee) Preller an einen Kameraden gesandt.

Verlag: Kunstanstalt Rosenblatt, Frankfurt a. M.


Die dritte Karte stammt aus den 1930er Jahren und ist 1940 gelaufen. Der Text ist weniger spektakulär, auch wenn der Zweite Weltkrieg bereits begonnen hat.

Verlag: Robert Obst, Postkartenverlag und Papierhandlung, Bensheim a.d.B.

Die vierte Karte zeigt die bereits aus dem Beitrag "Baumschulstraße 13 und Teilansicht Nordosten" bekannte Ansicht, sie soll aber hier nicht unterschlagen werden.

Verlag: Foto Karsten München

Vielen Dank an Herrn Kühnreich für die Aufnahmen.

Donnerstag, 9. Februar 2017

Bensheimer Nähschule um 1925

Das heutige Bild zeigt eine Klasse der Nähschule um 1925. Leider ist nur eine Dame auf dem Bild bekannt, nämlich die Dame ganz vorne. 

Anna Maria Zehnbauer besuchte, wie auch zuvor ihre Schwester Elisabeth, die Bensheimer Nähschule, die damals in der Hauptstraße 81 untergebracht war. Während von der einen Schwester nur noch das Bild aus der Ausbildungszeit existiert, liegen von Elisabeth Zehnbauer etliche Dokumente vor.

So existiert heute noch das Ausbildungsheft (PDF 27 MB) , welches in Bleistift verfasst, sowohl die handwerklichen als auch kaufmännischen Aspekte des Schneiderberufes umfasst. Zudem liegen der Lehr-Vertrag zum Damenmacherkleider-Handwerk (PDF 4 MB) mit der Schneiderei Heeb, die Einladung zur Überreichung des Gesellenbriefes im Deutschen Haus und die Urkunde zur Gesellenprüfung vor.






Wussten Sie, dass eine Damenbluse (für Frau Schmidt aus Bensheim) im Jahre 1925 insgesamt 24 Mark und 77 Pfennige kostete, dass insgesamt 9 Arbeitsstunden für die Fertigung angesetzt wurden und Frau Schmidt insgesamt dreimal zur Anprobe bestellt wurde. Die Materialkosten schlugen mit 15 Mark zu Buche, der Arbeitslohn mit 4,50 Mark.
Wir sprechen also von einem Arbeitslohn von 0,50 Pfennig!


Die feierliche Gesellenbriefüberreichung erfolgte am Sonntag 3. Mai 1925 um 2 Uhr im Deutschen Haus, die auch eine Besichtigung der Gesellenstücke in der städtischen Turnhalle (Anlage (heute: Beauner-Platz)) beinhaltete. Entscheidend ist dabei der Vermerk: "Ihre Gesellenstücke und Arbeitsproben (soweit ausstellungsfähig) haben Sie am Samstag, den 2. Mai in der städtischen Turnhalle zu Bensheim (Anlage) abzuliefern".



Donnerstag, 8. Dezember 2016

Bildvergleich - Damals und Heute - Am Rinnentor - 1924-2016


1885. Eine Jahreszahl, die man sich in Bezug auf den Rinnentorturm merken sollte, denn in diesem Jahr begann die Schleifung des alten Rinnentors. Sukszessive wurde das angeblich hinderliche Bauwerk abgetragen, um dem steigenden Verkehrsaufkommen Platz zu machen, außerdem sei es bautechnisch nicht mehr sicher gewesen, eine Instandhaltung zu aufwendig. In Anbetracht der auf dieser Seite schon oft gezeigten Eingriffe in das Stadtbild, aus genau denselben Beweggründen, eine mehr als bedauerliche Entscheidung, denn solche Entscheidungen sind nicht umkehrbar. Zu spät! Aber warum lassen sich auch heute noch solche Maßnahmen finden?

Heute setzt man absichtlich Baumreihen, grenzt die Fahrbahn vom Fußgängerbereich mit Pollern ab und bemüht sich um Rückbau. Das alles hätte das Rinnetor bieten können und zusätzlich eine einmalige Kulisse dargestellt für Veranstaltungen und für das mittelalterliche Bensheim. Vorbei!

Seitdem der Beweis, dass sich auf den ersten Blick nicht viel geändert hat, aber was ist das? Das Haus auf der rechten Seite, hinter dem Rinnetorturm. Genau, die Brot- und Feinbäckerei Emil Kienzle und auf der gegenüberliegenden Seite die Färberei Köppner. Alles bereits aus anderen Beiträgen bekannt. Aber auch hier gilt es, auf die Feinheiten zu achten. Ein paar Fenster mehr, hier... da... Viel Spaß bei der Suche.





Donnerstag, 1. Dezember 2016

Bildvergleich - Damals und Heute - Die Mittelbrücke - 1922-2016

Heute ein gewohntes Bild als Bildvergleich: 

Die Bensheimer Mittelbrücke: als Ersatz für die durch ein Feuer zerstörte Holzbrücke 1733 in Stein erbaute Brücke über den Winkelbach.

1747 spendierte das Ehepaar Ernsperger die uns heute so vertrauten Heiligenfiguren - Johannes von Nepomuk auf der linken Seite unseres heutigen Bildes und ihm gegenüber Franz Xaver, allerdings stehen die echten Herren heute woanders, wir sehen nur noch Kopien.

Interessant sind die kleinen aber feinen Unterschiede an den beiden Häusern auf der rechten Seite. Achten Sie einmal auf die Balkone des zweiten Hauses.



Verlag Postkarte: Graphische Verlagsanstalt GmbH Dresden-Blasewitz

Lage

Donnerstag, 29. September 2016

Gruppenbild von 1920 des Männergesangvereins "Harmonia" - inklusive Namen

Wieder ein Bild des Männergesangvereins "Harmonia", allerdings dieses Mal aus dem Jahre 1920, also rund 60 Jahre nach dem Gruppenbild des letzten Beitrages aus dem Jahre 1861. 

Es fällt auf, dass neben einer gestiegenen Anzahl an Mitgliedern auch Familientraditionen weitergegeben wurden, denn manche Familiennamen tauchen auf beiden Bildern auf.

Leider sind noch nicht alle Namen bekannt und der frühere Stadtarchivar Blüm vermerkte, dass eine Überprüfung und Ergänzung notwendig wäre. Daher wie immer der Aufruf:

Wer erkennt Personen, deren Namen bisher nicht aufgelistet sind?
Wer entdeckt Fehler in Bezug auf:
- Schreibweise
- falsche Zuordnung
Danke für alle Hinweise!

Ach ja, wir befinden uns natürlich wieder im Gartenbereich des Deutschen Hauses.


Donnerstag, 8. September 2016

Gestern Konvikt - Heute Rathaus

Ein ganz einfaches Foto eines bekannten Bensheimer Gebäudes, nämlich des Bischöflichen Konvikts. Des was???
Ach so, das Rathaus! Sag' das doch!

Jooo, mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen. Einfach anschauen. Dieses Bild zeigt eine relativ bekannte Ansicht, auch wenn es aus den 1930er Jahren stammt.... aber das Luftbild....


...das Luftbild, einige Jahre zuvor aufgenommen, zeigt einige interessante Ansichten des Wohngebietes um das Bischöfliche Konvikt herum. Erkennen Sie auf dem Bild die Unterschiede zu 2016?

Bischöfliches Konvikt Bensheim um 1920, Stadtarchiv Bensheim, eingescannt Stoll-Berberich 2016



Freitag, 26. August 2016

Winzerfestumzug September 1929 - Obere Hauptstraße

Heute folgen drei Bilder, die in der Oberen Hauptstraße entstanden sind, die auf der Rückseite handschriftlich mit dem Vermerk "September 1925" beschriftet wurden, die aufgrund der Aufnahmeposition vermutlich von Ferdinand Schmidt (Hofphotograph, Hauptstraße 6, Bensheim) geschossen wurden und die angeblich 1925 entstanden sein sollen. Aber was war denn 1925 der Anlass zu so einem Ereignis? Jetzt aber erst einmal die Details:

Man erkennt auf einem der Bilder die Aufschrift: "Gott segne das ehrbare Handwerk" auf einem weiteren Bild erkennt man weiß gekleidete Mädchen, die Banner mit Aufschriften wie "Eintracht und Liebe" oder "Frohsinn und Scherz" tragen. Definitiv ein gemischter und wohlorganisierter Umzug, die Fahnen in den Farben rot und weiß zieren die Gebäude... im Hintergrund sehen wir übrigens das Haus Darmstädter Straße 4 mit dem Schriftzug "Gasthaus" "Weisses Ross"... Aber 1925... wohl ein Irrtum, denn:

In einem Buch des ehemaligen Stadtarchivars Blüm „Aus der Geschichte der Stadt Bensheim 1918 bis 1932“ taucht ein Bild auf, welches einen klaren Hinweis auf dieselbe Bilderserie gibt... Die Dame im Regenmantel! Sie taucht sowohl im Fotoalbum als auch im Buch auf, also stammen die Bilder vom Winzerfestumzug 1929... Es sei denn.... Es sei denn die Dame hat sich zwischen 1925 und 1929 nicht von der Stelle bewegt... Aber so etwas gibt es ja nicht... Außer vielleicht in Heppenheim, aber das ist ein ganz anderes Problem ;-) 

NLEZ_FA_001 Bensheim, Obere Hauptstraße, Winzerfestumzug September 1929, Nachlass Elisabeth Zehnbauer, Stoll-Berberich 2024

NLEZ_FA_002 Bensheim, Obere Hauptstraße, Winzerfestumzug September 1929, Nachlass Elisabeth Zehnbauer, Stoll-Berberich 2024
 
NLEZ_FA_003 Bensheim, Obere Hauptstraße, Winzerfestumzug September 1929, Nachlass Elisabeth Zehnbauer, Stoll-Berberich 2024


Standort





Mittwoch, 10. August 2016

Bildvergleich - Damals und Heute - Hauptstraße 70

Das alte Bild wurde bereits hier veröffentlicht und das neue Bild... kennt jeder, der mit offenen Augen durch die Bensheimer Hauptstraße läuft.
Leider ließ sich die genaue Perspektive nicht erreichen, da Bäume nun die Innenstadt zieren, die es damals nicht gab. Trotzdem ist ein Vergleich möglich.

Hauptstraße 70, 1926, Bild zur Verfügung gestellt von Peter Christ, Bensheim Hauptstraße 70, 2016, Stoll-Berberich 2016

Freitag, 29. Juli 2016

Gewerbeschule Bensheim - Untere Klasse 1924 / 1925

Heute wieder eines der Bilder, die spätestens bei Haushaltsauflösungen oder Aufräumaktionen unter die Räder gekommen wäre. Ein sehr kleines Bild, ca. 5 cm x 10 cm, stark durch Feuchtigkeit (Schimmel) beschädigt, keinen Bezug zur Verwandschaft... also weg.
Aber nicht auf dieser Homepage. Die Namen standen auf der Rückseite und konnten größtenteils entziffert werden. Bei einigen Namen sind auch die Vornamen notiert, bei vielen jedoch nur der Nachname und der Ort. Sollte bei einem Namen ein Unterstrich zu sehen sein, dann konnte der Begriff nicht entziffert werden.

So... erkennen Sie denn jemanden?

NLJS_00183_BIAB.jpg Bensheimer Gewerbeschule Untere Klasse 1924 / 1925, Nachlass Joseph Stoll Bensheim
NLJS_00183_BIAB.jpg Bensheimer Gewerbeschule Untere Klasse 1924 / 1925, Nachlass Joseph Stoll Bensheim

Freitag, 15. Juli 2016

Abiturjahrgang 1934 - Rückblick: Wie alles begann - Volksschulklasse 1923

Heute zeigt sich die 5. Klasse der Bensheimer Volksschule im besten Lichte. Es ist der Jahrgang - oder Teile davon - der auch im Bild des Abiturjahrgang 1934 zu sehen ist.
Lehrer Schwamb scheint alles im Griff zu haben und dass man sich auf den Fototermin vorbereitet hat, zeigen die Matrosenhemden und die riesigen Haarschleifen.... Gott sei Dank wehte am 5. Juli 1923 kein starker Wind!

BIAB NLESB_Album_3_0001.jpg Volksschule zu Bensheim 5. Juli 1923, Nachlass Egon Stoll-Berberich
BIAB NLESB_Album_3_0001.jpg Volksschule zu Bensheim 5. Juli 1923, Nachlass Egon Stoll-Berberich

Dienstag, 5. Juli 2016

Bildvergleich - Damals und Heute Hauptstraße 41

Auch heute wieder ein bekanntes Bild, nämlich die Hauptstraße 41. Früher das Haus Olff, heute ein Bekleidungsfachgeschäft. Die Perspektive stimmt fast... besser ging es nicht. Sorry!

Freitag, 6. Mai 2016

Die Hasengasse - Gestaltete Hausfassaden 30er Jahre

Wie bereits im Beitrag "Das Hasenviertel in Bensheim (Hasengasse)" dargestellt, wurde das  - eher als vernachlässigt zu bezeichnende - Viertel der Bensheimer Innenstadt in den 30er Jahren durch Lehrer und Schüler der Berufs- und Gewerbeschule aufwendig durch Bemalung der Fassaden aufgewertet. Aufgrund der schlechten Bausubstanz wurde das Hasenviertel in den letzten Jahrzehnten massiv verändert und neue Gebäude füllen die entstandenen Lücken, wobei der gemütliche Eindruck auch weiterhin einen Gang durch das Viertel empfelenswert macht.

Im Stadtarchiv Bensheim liegen nur noch die unten gezeigten Bilder des Hasenviertels vor, die die Gestaltung und den unmittelbaren Zustand nach der Aufwertung zeigen.
Leider gibt es nicht von allen Sprüchen und Ornamenten noch Aufnahmen, nur noch anhand von Zeitungsbeiträgen lassen sich diese rekonstruieren.

BA: 03.12.1949, Artikel "De Neie":



Die allerbilligst Azenei
Däs isses Lache. Es macht frei
Vun allem, woases Härz beschweert,
Un sunschd noch ande Närve zehrt,

Wär Oowens denkt: „Ehr Soije,
Loßt mich in Ruh bis moije!“
Un lacht dezuu, däs is kaa Schoof!
Däs issen woahre Filesoof!

BA: Jubiläumsausgabe 1952(?)



Das Hasenviertel in Bensheim - Das Ergebnis der Verschönerungsarbeiten durch die Maler- und Gewerbeschule. Spruch auf der Hauswand links: Is an de Stiwwel woas bassiert, hier wärrnse billig reperiert. Spruch auf dem Haus rechts: Es häwwe mol in dem Gevert sich frieher Hoase als veerrt. Stadtarchiv Bensheim.

Das Hasenviertel in Bensheim - Das Ergebnis der Verschönerungsarbeiten durch die Maler- und Gewerbeschule. Spruch auf der Hauswand rechts: Is an de Stiwwel woas bassiert, hier wärrnse billig reperiert. Sprüche am hinteren Haus (links): Es häwwe mol in dem Gevert sich frieher Hoase als veerrt. Spruch am hinteren Haus (rechts): nicht lesbar. Stadtarchiv Bensheim.

Das Hasenviertel in Bensheim - Das Ergebnis der Verschönerungsarbeiten durch die Maler- und Gewerbeschule. Spruch auf dem linken Fensterladen: Der wu soi Moddersproach net ehrt, is wäiklich kaa drei Batze wert. Spruch auf dem rechten Fensterladen: Bensemerisch babble is e Kunschd. Wers net konn, prowierts umsunschd. Stadtarchiv

Das Hasenviertel in Bensheim - Das Ergebnis der Verschönerungsarbeiten durch die Maler- und Gewerbeschule, Personen unbekannt, Spruch auf der Hauswand: Is an de Stiwwel woas bassiert, hier wärrnse billig reperiert. Stadtarchiv Bensheim.

Das Hasenviertel in Bensheim - Das Ergebnis der Verschönerungsarbeiten durch die Maler- und Gewerbeschule, Aufschrift Schild: Kohlen; Kolonialwaren; Joh. Brestel; Nachfolger; Inh. Joh. u. Lorenz Brestel. Aufschrift an der Hauswand (Hintergrund): Is an de Stiwwel woas bassiert, hier wärrnse billig reperiert. Stadtarchiv Bensheim.

Das Hasenviertel in Bensheim - Das Ergebnis der Verschönerungsarbeiten durch die Maler- und Gewerbeschule. Aufschrift an der Hauswand: Is an de Stiwwel woas bassiert, hier wärrnse billig reperiert. Stadtarchiv Bensheim.

Das Hasenviertel in Bensheim - Das Ergebnis der Verschönerungsarbeiten durch die Maler- und Gewerbeschule. Spruch auf dem linken Fensterladen: Der wu soi Moddersproach net ehrt, is wäiklich kaa drei Batze wert. Spruch auf dem rechten Fensterladen: Bensemerisch babble is e Kunschd. Wers net konn, prowierts umsunschd. Stadtarchiv

Das Hasenviertel in Bensheim - Das Ergebnis der Verschönerungsarbeiten durch die Maler- und Gewerbeschule. Spruch am Haus: Ehret mir die deutschen Meister, denn sie bannen gute Geister. Stadtarchiv Bensheim.

Das Hasenviertel in Bensheim - Das Ergebnis der Verschönerungsarbeiten durch die Maler- und Gewerbeschule. Spruch auf dem linken Fensterladen: Der wu soi Moddersproach net ehrt, is wäiklich kaa drei Batze wert. Spruch auf dem rechten Fensterladen: Bensemerisch babble is e Kunschd. Wers net konn, prowierts umsunschd. Stadtarchiv Bensheim.

Das Hasenviertel in Bensheim - Das Ergebnis der Verschönerungsarbeiten durch die Maler- und Gewerbeschule. Spruch auf dem linken Fensterladen: Der wu soi Moddersproach net ehrt, is wäiklich kaa drei Batze wert. Spruch auf dem rechten Fensterladen: Bensemerisch babble is e Kunschd. Wers net konn, prowierts umsunschd. Stadtarchiv Bensheim.

Das Hasenviertel in Bensheim - Das Ergebnis der Verschönerungsarbeiten durch die Maler- und Gewerbeschule. Spruch auf der Hauswand rechts: Is an de Stiwwel woas bassiert, hier wärrnse billig reperiert. Sprüche am hinteren Haus (links): Es häwwe mol in dem Gevert sich frieher Hoase als veerrt. Spruch am hinteren Haus (rechts): nicht lesbar. Stadtarchiv Bensheim.

Das Hasenviertel in Bensheim - Das Ergebnis der Verschönerungsarbeiten durch die Maler- und Gewerbeschule. Spruch auf dem Fensterladen: Bensemerisch babble is e Kunschd. Wers net konn, prowierts umsunschd. Stadtarchiv Bensheim.

Das Hasenviertel in Bensheim - Das Ergebnis der Verschönerungsarbeiten durch die Maler- und Gewerbeschule, Stadtarchiv Bensheim.

Das Hasenviertel in Bensheim - Das Ergebnis der Verschönerungsarbeiten durch die Maler- und Gewerbeschule. Spruch auf der Hauswand rechts: Is an de Stiwwel woas bassiert, hier wärrnse billig reperiert. Sprüche am hinteren Haus (links): Es häwwe mol in dem Gevert sich frieher Hoase als veerrt. Stadtarchiv Bensheim.

Freitag, 29. April 2016

1926 - 75jähriges Jubiläum "Bergsträßer Anzeigeblatt", Buchdruckerei Beger, Hauptstraße 70

Heute zeigen wir ein wunderschönes Bild - unser Dank geht an Herrn Peter Christ - das am Aktionstag im Kolpinghaus digitalisiert wurde und nicht nur das Haus in der Hauptstraße 70 zeigt, sonder auch gleichzeitig die geschmückte Fassade des Stammsitzes des Bergsträßer Anzeigeblattes. Auch die Fahrzeuge - allesamt mit Werbebannern versehen - weisen auf das 75jährige Bestehen der Zeitung hin. Am Tag der Aufnahme, dem 15.03.1926, war allerdings Petrus nicht ganz gnädig... es regnete, wie die Schirme, die nassen Haare und Verdecke zeigen.

Buchdruckerei Beger 1926, Hauptstraße 70, Quelle: Peter Christ


Auch 1927 wurde noch auf das Jubiläum hingewiesen, wie ein Blatt aus dem Festprogramm der Bensheimer Werbewoche zeigt.


Montag, 11. April 2016

Küferei und Weinhandlung Bernhard Jakob Schober - Hauptstraße 96 - 20er Jahre

Heute folgt eine ganze Bilderserie, die uns dankenswerter Weise von Herrn Hans Bernhard Schober zur Verfügung gestellt wurde.
Die ersten Bilder führen uns in die 20er Jahre, in die Hauptstraße 96, Ecke Liesengasse. Hier befand sich die Küferei und Weinhandlung Bernhard Jakob Schober. Auch heute exitiert dieses Haus noch, allerdings wurde das Erdgeschoß den heutigen Bedürfnissen zur Gestaltung von Geschäftsräume angepasst. Wer noch ein wenig Orientierung braucht, der erkennt sicherlich das links daneben befindliche Gebäude, genau das Café Schmitt.

BIAB HBS_0003.jpg wahrscheinlich anlässlich eines Turnfestes in den 1920er Jahren (?). Ort: Vor Hauptstraße 96, Küferei und Weinhandlung Bernhard Jakob Schober (Hans Bernhard Schobers Großvater), Bild von Hans Bernhard Schober zur Verfügung gestellt

Das Tor in der Liesengasse verbirgt das geschäftige Treiben auf dem Grundstück; wurden doch hier die Fässer gefertigt, die später den Bensheimer Wein fassen sollten.

BIAB HBS_0007.jpg zeigt die Küferwerkstatt von Jakob Schober , (im Hintergrund mit Schnauzbart) links: Joseph Schober (1902-1984), die anderen Personen sind unbekannt. Das Bild muss vor 1928 entstanden sein, da Joseph Schober in diesem Jahr in die USA auswanderte. Bilder zur Verfügung gestellt durch Hans Bernhard Schober

BIAB HBS_0006.jpg zeigt die Küferwerkstatt von Jakob Schober (Mitte mit Schnauzbart) Die anderen Personen sind unbekannt. Die männliche Person mit dem Zirkel könnte Hans Bernhard Schobers Großvater Bernhard Jakob Schober sein. Das Bild wurde von Herrn Hans Brnhard Schober zur Verfügung gestellt.

Wenn das Tagwerk vollbracht war, konnte man das Ergebnis in der Liesengasse bestaunen, denn sowohl die Größe als auch die Menge der erstellten Gefäße zeugen von der Tatkraft der Küferei Schober.



BIAB HBS_0005.jpg Werkstücke der Küferei Schober, gestapelt in der Liesengasse, die Personen zeigen Jakob Schober (1871-1945) , Hans Bernhard Schobers Urgroßvater und Elisabeth Schober (1897-1987), Hans Bernhard Schobers Großmutter. Bilder zur Verfügung gestellt durch Hans Bernhard Schober

Alle oben gezeigten Bilder liegen im Bereich der Hauptstraße 96


Dass man auf solche Produkte stolz sein kann, ist klar und daher nahm die Küferei Schober auch mit einem eigenen Gespann an der Bensheimer Werbewoche 1927 teil. Auch auf dem "Messegelände fand man die Firma Schober, und zwar in Halle II, wie das Festbuch zur Bensheimer Werbewoche auf Seite 23 zeigt.

BIAB HBS_0008.jpg Festwagen der Küferei Schober, Obere Hauptstraße, Bensheimer Werbewochen 1927, Bilder zur Verfügung gestellt durch Hans Bernhard Schober


BIAB_HBS_0009.jpg Festwagen der Küferei Schober, Bensheimer Werbewochen 1927, Bilder zur Verfügung gestellt durch Hans Bernhard Schober

Was müssen die Werkstatt und die Fäßer doch eine Spielwiese gewesen sein, denn der Nachwuchs auf diesem Bild hätte locker in eines der zuvor ausgestellten Fässer gepasst.

BIAB HBS_0002.jpg v.l. Felicitas Schober (1907-2001), Bernhard Jakob Schober (1904-1944), Maria Anna Schober (1909-1990), Bilder zur Verfügung gestellt durch Hans Bernhard Schober

Aber was nützen die ganzen Fässer, wenn der Wein fehlt, aber auch hier war Verlass auf Familie Schober, wie das nachstehende Bild von der Weinlese aus dem Jahre 1944 zeigt.

BIAB HBS_0010.jpg Schnappschuß während der Weinlese (vor 1944) , Die männliche Person in der Mitte ist Hans Bernhard Schobers Großvater Bernhard Jakob Schober (1904-1944); die anderen Personen sind unbekannt, Bilder zur Verfügung gestellt durch Hans Bernhard Schober

Jetzt sind Sie dran: Wer kann Herrn Schober helfen, die anderen Personen auf den Bildern zu identifizieren?
Kennen Sie jemanden, haben Sie weiterführende Informationen zu den Bildern, dann melden Sie sich doch einfach, damit das alte Bensheim nicht in Vergessenheit gerät.